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Neue Superintendentin in Holzminden-Bodenwerder eingeführt

Christiane Nadjé-Wirth: „Eine Pastorin mit Leib und Seele“

AMELUNGSBORN. Christiane Nadjé-Wirth ist mit einem festlichen Gottesdienst in der Klosterkirche Amelungsborn von Regionalbischöfin Dr. Adelheid Ruck-Schröder in ihr Amt als Superintendentin des Kirchenkreises Holzminden-Bodenwerder eingeführt worden.

veröffentlicht am 27.10.2021 um 11:37 Uhr

Christiane Nadjé-Wirth (51) versehe schon seit mehr als 20 Jahren ihren Dienst als Pastorin in Boffzen, kenne daher bereits Land und Leute, den Kirchenkreis wie auch die bürgerlichen Gemeinden. Zugleich aber suche sie immer wieder theologischen und beruflichen Perspektivwechsel, betonte die Regionalbischöfin: „Christiane Nadjé-Wirth hat eine Sprache für unsere Botschaft gesucht, die in der Gegenwart anspricht und nicht nur binnenkirchlich verstanden wird.“ Sie kenne die neue Superintendentin als erfahrene Vikariatsausbilderin und in der Prädikanten- und Lektorenausbildung mit Menschenkenntnis und mit menschlicher Klugheit. „Und bei all dem ist sie eine Pastorin mit Leib und Seele.“

Die Regionalbischöfin führte dann Christiane Nadjé-Wirth als neue Superintendentin ein. Dabei assistierten ihr Ephoralsekretärin Petra Hundertmark, Kirchenamtsleiterin Regine Koch, Pastor Stefan Melcher, Anja Janik vom Kirchenkreisvorstand sowie der Ehemann der neuen Superintendentin, Gunnar Wirth, Pfarrer der Westfälischen Kirche.

„Mach dich auf, werde licht, denn dein Licht kommt und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir!“ – zu diesem Vers aus Jesaja und über eine kalifornische Glühbirne predigte die neue Superintendentin. Diese Glühbirne, so Nadjé-Wirth, brenne – zwar mit abnehmender Intensität – seit mehr als 120 Jahren. Wenn in der Bibel von Licht die Rede sei, sei das Leben nicht weit entfernt. „Was es mit dem Licht auf sich hat, wissen wir nur durch die Dunkelheit.“ Und doch wache man am nächsten Morgen wieder voller Zuversicht auf. In den vergangenen eineinhalb Jahren steckten die Menschen in einer Pandemie: „Der subjektive Druck ist real.“ Auch der Blick auf die Kirche könne Sorgen bereiten in Zeiten abnehmender kirchlicher Bindung, finanzieller Mittel und deren Bedeutung im Alltag. „Aber die Dunkelheit hat nicht das letzte Wort, das hat, wie das erste, nur Gott.“

Pastor Peter Dortmund und Pastor Dr. Ulf Lückel gestalteten die Liturgie des Gottesdienstes. Musikalisch begleitet wurde dieser durch einen Projektchor unter Leitung von Kreiskantorin Christiane Klein sowie durch den Kreisbläserchor unter Leitung von Pastor Jens-Uwe Frölich.

Neben kirchlichen Vertretern begrüßte auch Holzmindens Landrat Michael Schünemann die neue Superintendentin.

red



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