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Den Urlaub gesund genießen

Apotheker gibt Tipps: Das alles gehört in die Reiseapotheke

BODENWERDER. Ob Reisen ins Ausland oder Urlaub in Deutschland – egal, wohin es geht, eine gute Vorbereitung ist die wichtigste Voraussetzung für eine stressfreie Auszeit. Neben dem Kofferpacken gehört auch die richtige Zusammenstellung einer Reiseapotheke dazu. Denn mit den notwendigen Medikamenten und einem kleinen Erste-Hilfe-Set für mögliche Erkrankungen und Verletzungen im Gepäck reist es sich im Urlaub unbeschwerter. Was genau in die Reiseapotheke gehört, ist abhängig von dem Urlaubsziel, der Art des Urlaubs und den individuellen Bedürfnissen.

veröffentlicht am 05.08.2021 um 13:00 Uhr

„Grundsätzlich sollte eine Reiseapotheke immer alle Medikamente enthalten, die auch zur Hausapotheke gehören“, erklärt Hendrik Diepenbrock, Inhaber der Kur-Apotheke in Bodenwerder. „Außerdem sollten Medikamente gegen typische Reisebeschwerden wie Übelkeit oder Durchfall dabei sein. Selbstverständlich gehören auch alle dauerhaft persönlich benötigten Arzneimittel ins Gepäck.“ Dazu kämen die Medikamente, die von Ziel und Urlaubsart abhängig sind, wie zum Beispiel zur Malariavorsorge bei einer Südostasienreise. Auf Tagesausflügen hingegen sollten Schmerztabletten, Medikamente gegen Durchfall, Desinfektionsmittel oder Wundschnellverbände dabei sein, so der Apotheker. In diesen Tagen gehöre auch eine ausreichende Zahl an medizinischer Mund-Nasen-Bedeckungen zur Reiseausrüstung. Wird der Urlaub mit Kind geplant, müsse die Reiseapotheke außerdem kindgerecht gepackt werden. Pflaster, Mullbinden oder Fieberthermometer sollten deshalb auf jeden Fall mit dabei sein. Die Apotheke vor Ort in Niedersachsen unterstützt Urlauber bei der Zusammenstellung ihrer Reiseapotheke und gibt wertvolle Tipps.

Reisende, die dauerhaft Medikamente einnehmen müssen, sollten neben der Reiseapotheke die benötigten Arzneimittel in ausreichender Menge mitnehmen. Auf die Umverpackungen der Medikamente könne aber aus Platzgründen verzichtet werden. Die Urlauber sollten aber unbedingt die Beipackzettel mitnehmen.

Wichtig sei auch der korrekte Transport während der Reise. Bei Flugreisen sollte die Reiseapotheke zumindest teilweise im Handgepäck transportiert werden, da Koffer verloren gehen könnten. Insbesondere Medikamente, die dauerhaft benötigt werden, sollten im Handgepäck verstaut werden, so Diepenbrock. „Beim Fliegen müssen bestimmte Medikamente wie zum Beispiel Insuline im Handgepäck gekühlt gelagert werden, dürfen aber auch nicht durch zu engen Kontakt mit dem Kühlelement einfrieren“, sagt Diepenbrock, Vorsitzender des Bezirks Hameln-Pyrmont beim Landesapothekerverband Niedersachsen e. V. „Sinnvoll ist es auch, eine ärztliche Bescheinigung für das Mitführen von Spritzen und Insulin dabei zu haben. Damit vermeiden Sie Probleme bei der Sicherheitskontrolle.“ Für den Notfall sollten die benötigten Hilfsmittel wie ein Insulinpen oder Insulinspritzen für den einmaligen Gebrauch im Handgepäck mitgenommen werden.

Je nach Urlaubsland müssten Reisende zudem die Einfuhrbestimmungen für Medikamente beachten. Denn die uneingeschränkte Medikamenteneinfuhr sei nicht weltweit gestattet. Informationen über die jeweils gültigen Vorschriften für die Medikamenteneinfuhr erhalten Reisende bei der Botschaft des jeweiligen Landes. Außerdem sollte vor Reiseantritt in Erfahrung gebracht werden, welche Vorschriften das Urlaubsziel im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie macht und was bei Reiserückkehr zu beachten ist.



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