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Gleich vier Partner ermöglichen Anlage einer neuen Streuobstwiese

Zwölf Apfelbäume für den Bergkurpark

BAD PYRMONT. Im oberen Bergkurpark gibt es jetzt eine Streuobstwiese mit zwölf Apfelbäumen. Dafür gesorgt haben gleich vier Partner: Staatsbad, Stadtwerke, Naturschutzbund und die Rotarier.

veröffentlicht am 07.11.2017 um 17:42 Uhr

Holm Rengstorf (li.) von Nabu und Rotary-Präsident Dr. Detlef Kasprowski legen letzte Hand an bei der Apfelbaumpflanzung, genau beobachtet von der Naju-Kindern und Cord Rehn (re.). Foto: yt
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Carlhermann Schmitt Reporter
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Das Staatsbad Pyrmont hat dem Pyrmonter Naturschutzbund (Nabu) eineinhalb Hektar zur umweltfreundlichen Nutzung überlassen. Die Stadtwerke haben die Einnahmen aus ihrem letzten Kickerturnier in Höhe von rund 1000 Euro gestiftet, mit denen der Nabu die Apfelbäume gekauft hat. Außerdem vereinbarten die Naturschütze mit einem Landwirt, dass dessen Schafe dafür sorgen, dass die Fläche eine Streuobstwiese bleibt und nicht zuwuchert. Die Rotarier schließlich pflanzten die Bäume. Dabei waren Kinder der Nachwuchsgruppe NAJU, die ein wenig Erde auf die Wurzeln des letzten Apfelbaums warfen und bunte Papierzettel mit guten Wünschen an den Baum banden.

Michael Mäkler, Chefgärtner des Staatsbads, freute sich, dass die Fläche, die selbst nicht besonders geschützt sei, aber immerhin in unmittelbarer Nähe zu den denkmalgeschützten Bereichen des altehrwürdigen Bades liege, wieder angemessen aufgeforstet und gehegt und gepflegt werde. Eine Apfelbaumwiese sei zwar nur ein Sekundärbiotop, erklärte Justus Conring vom Naturschutzbund (Nabu), aber sie passe unter ökologischen Gesichtspunkten sehr gut in den Bergkurpark. „Und die Spaziergänger können sich an dem Artenreichtum einer solchen Wiese erfreuen.“

Auch die Naju-Kinder profitieren. Sie können eine Hütte, die ehemals Staatsbad-Gärtnern zur Verfügung stand, nutzen und im Freien Insektenhotels und Vogelhäuser aufstellen.

Rotary-Präsident Dr. Detlef Kasprowski berichtete, dass der Rotary-Weltpräsident Jan Riseley an jeden der 1,2 Millionen Rotarier appelliert habe, innerhalb seines Amtsjahres einen Baum zu pflanzen.

Angesichts der Tatsache, dass in den vergangenen 25 Jahren der Bestand an Insekten um 75 Prozent zurückgegangen ist und 40 Prozent der Fluginsekten vom Aussterben bedroht sind, dürfen solche ehrenamtlichen Appelle nicht das ökologische Gewissen beruhigen, denn es ist Gefahr im Verzug.

Immerhin: Laut Prof. Cord Rehn, Gründungsmitglied des Nabu, betreut die Gruppe noch weitere Streuobstwiesen im Stadtgebiet.

Information

Aufforstung?

Wenn Staatsbadgärtnermeister Michael Mäkler von einer angemessenen Wiederaufforstung im oberen Bergkurpark spricht, dann ist damit nicht die Fläche gemeint, deren Abholzung vor ziemlich genau zwei Jahren auf viel Kritik gestoßen war. Gut 200 Fichten ließ das Staatsbad damals fällen, weil sie – so die Begründung – krank gewesen seien. Eine Wiederaufforstung wurde angekündigt, doch bis heute hat sich nichts getan. „Uns fehlt bisher das Geld“, begründet Staatsbadgeschäftsführer Maik Fischer die Verzögerung. Und Mäkler versichert, dass er ein Konzept für die Fläche bereits erarbeitet habe.uk

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