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Wie die Humboldt-Theater-AG im Kurtheater „Mehr Tiefgang im Vorspiel“ bringt

Zwischen Beziehungsstatus und Liebesschwur

Bad Pyrmont. Wie gestehen zwei junge Menschen einander ihre Liebe? Treten sie in einen romantischen Dialog am Balkon wie das klassische Paar Romeo und Julia? Oder schicken sie per Smartphone eine SMS wie die modernen Schauspielschüler Joel und Fabienne?

veröffentlicht am 10.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 18:41 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Bei der aktuellen Aufführung der Theater-AG des Humboldt-Gymnasiums konnten die Zuschauer im Kurtheater beides erleben: Die Szenen gehören zu einem originellen, rundum gelungenen Stück, das die Kulturstudentin Pia Wagner verfasst und im Rahmen ihres Projekts „kreativ()raum“ mit den Schülern einstudiert hat. „Mehr Tiefgang im Vorspiel“ handelt von der Bewerbung einer Gruppe Jugendlicher für die Aufnahme in die Schauspielschule, vom Vorsprechen bekannter Bühnenrollen, aber auch von den Vorbereitungen dazu und den allgemeinen Zukunftsängsten junger Menschen.

Das Reizvolle ist die Gegenüberstellung zweier Welten: des alltäglichen, teils sehr witzigen Verhaltens und Sprachgebrauchs der Jugendlichen im wahren Leben – und: den anspruchsvollen Schauspielrollen, die sie nach der Pause verkörpern. In diesem zweiten Teil können die Mitglieder der Theater-AG ihr künstlerisches Talent und ihre darstellerische Entwicklung locker und eindrucksvoll beweisen – nicht nur der Schauspiellehrerin im Stück (sehr treffend: Sophie C. Heap), sondern auch dem Publikum im Parkett. Allen voran Gloria Heinke als leidenschaftliche Antigone in Jean Anouilhs gleichnamigem Stück, Carlotta Gimenez als kapriziöse Helena in Jean Giraudoux’ „Der Trojanische Krieg findet nicht statt“ sowie Fabienne Brix und Joel Bose als klassisches Liebespaar „Romeo und Julia“ von William Shakespeare.

Auch Julia Wiedel und Sophia Ritterbusch als Rosaura und Beatrice in Carlo Goldonis Komödie „Diener zweier Herren“, Viktoria Mordashew als Antigones Schwester Ismene und schließlich Jana Brix/Chiara Tillmanns als munteres Zwillingspärchen in Erich Kästners „Das doppelte Lottchen“ spielen hervorragend. Mit Kara Kattau als Frau Meier, Sekretärin der Schauspiellehrerin, stellt sich begabter Nachwuchs vor.

Beeindruckend: Gloria Heinke als leidenschaftliche Antigone. Hei

Zwischen den Szenen werden Filmaufnahmen der Darsteller eingeblendet, in denen sie ganz persönlich zu aktuellen Themen wie Zukunftschancen und -sorgen sowie zu beruflichen Plänen Stellung nehmen. Wer im Spiel am Ende die Talentprüfung besteht, bleibt offen. Während sich der Vorhang schließt, dreht sich das Glücksrad auf der Bühne weiter. Und das begeisterte Publikum zeigt mit Applaus: Jeder in diesem Team hat die Chance verdient.



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