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Politik muss zwischen Belangen eines Landwirtes und denen der Kleinberger Bewohner abwägen

Zwei Ställe für 1440 Schweine

Kleinenberg. Auf der einen Seite steht die Existenzfrage eines Landwirts, auf der anderen Seite die Angst der Bewohner vor Gestank. Zwischen diesen Belangen muss die Politik jetzt abwägen, wenn es darum geht, über den Antrag des Landwirts Harald Grave aus Kleinenberg zu entscheiden, der nordöstlich vom Ort entfernt zwei Ställe für 1440 Mastschweine und einen Güllebehälter bauen will.

veröffentlicht am 05.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 17:41 Uhr

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Gut 100 000 Euro hat Grave nach eigenen Angaben bereits für diverse Gutachten ausgegeben und ist gemeinsam mit der Stadt schon einen „ganz weiten Weg gegangen“, um zu untermauern, dass sein Bau für die Dorfgemeinschaft keine Nachteile bringt. Im Gegenteil: Seine 700 Schweine, die er zurzeit in einem Stall im Ort mästet, will er komplett umsiedeln und dies auch mit der Stadt vertraglich vereinbaren. „Ohne so einen Vertrag werden wir uns nicht auf den Neubau einlassen“, versicherte Jürgen Harney, Fachgebietsleiter Planen und Bauen bei der Stadt. Er gehe fest von einer erheblichen Senkung der Geruchsbelästigung im Ort aus.

Genau die hatte zuvor Kleinenbergs Ortsvorsteherin Melanie Brankov-Stein beklagt. Sie drängte darauf, Gewissheit zu haben, dass sich die Situation mit dem Neubau verbessere und regte eine öffentliche Bürgerbeteiligung an. Sorgen bereite den Kleinenbergern unter anderem die Frage, wo die Gülle bleibe, von der künftig deutlich mehr anfalle, so Brankov-Stein. Die solle auf den Äckern und Felder von Grave und einem anderen Landwirt verteilt werden, und trotzdem gebe es noch ein Defizit im Nährstoffbedarf, berief sich Harney auf die Landwirtschaftskammer, die zudem festgestellt habe, das Grave mindestens die Hälfte des Futters für seine Schweine auf eigenen Flächen anbauen könne. „Das ist noch ein richtiger Landwirt“, stellte der Bauingenieur fest. Und zwei Ställe seien geplant, weil dann die Brandschutzauflagen leichter erfüllt werden könnten.

Die Politiker verständigten sich darauf, die Entscheidung zu vertagen und noch einmal zu beraten, „obwohl Herr Grave ja eigentlich einen Anspruch auf unser Einvernehmen hat“, wie Udo Nacke (CDU) unter Hinweis auf die Privilegierung des Vorhabens erinnerte.uk

Wenn sie groß sind, werden sie Koteletts. Der Kleinenberger Landwirt Harald Grave will künftig mehr Schweine mästen.red



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