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Zwei neue Baustellen für Bad Pyrmont

BAD PYRMONT. Auf einen Schlag hat Bad Pyrmont zwei neue Baustellen hinzugewonnen: Die marode Hauptmann-Boelcke-Brücke für Fußgänger und Radfahrer über die Emmer und den 120 Jahre alten Spelunkenturm. Die Brücke wird wahrscheinlich abgerissen, der Turm könnte eine komplett neue Aussichtsplattform bekommen,.

veröffentlicht am 05.12.2018 um 13:16 Uhr
aktualisiert am 05.12.2018 um 15:30 Uhr

Die Hauptmann-Boelcke-Brücke ist morsch. Foto: yt
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Die Hauptmann-Boelcke Brücke: Erbaut wurde sie vor 25 Jahren für 185 000 DM begleitet von Kritik, denn dafür wurde tropisches Bongossiholz verwendet, und das war damals – und ist es heute noch – umstritten, denn dieses Holz steht auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Nun hat die Brücke ihre Lebensdauer erreicht, auch wenn man im Rathaus das so nicht erwartet hatte, denn Bongossi gilt als hart und besonders widerstandsfähig. Doch die große Hitze dieses Sommers habe zu Austrocknungen mit Rissbildungen von herheblicher Auswirkung geführt, berichtete jetzt Hans-Joachim Böhnke vom städtischen Baudezernat von der jüngsten TÜV-Brückenprüfung und darüber, dass man sich über die „gravierende“ Verschlechterung des Zustands erschrocken habe. Ob man das habe nicht verhindern können, wollte Stefanie Plaul (WiR) im Bauausschuss wissen, was Böhnke unter Hinweis auf das Wetter und eine regelmäßige Reinigung verneinte. Und ein Anstrich sei bei Bongassiholz nicht vorgesehen.

Die Konsequenz ist bekannt. Seit dem 27. November ist die Brücke gesperrt und die Wahrscheinlichkeit recht gering, dass sie jemals wieder freigegeben wird. Abriss und Ersatz durch eine Stahlbrücke, lautet Böhnkes Empfehlung. Das würde zwischen 150 000 und 180 000 Euro kosten. Doch woher nehmen? Im fast fertigen Haushaltsplan für 2019 gibt es kein Geld. „Und ohne Haushaltsmittel bleibt es bei der Sperrung“, machte Böhnke deutlich und schlug vor, die Brücke abzureißen. Wie es weitergeht, will er der Politik im Januar berichten.


Spelunkenturm: 120 Jahre alt ist der unter Denkmalschutz stehende Spelunkenturm auf dem Bomberg und rostig – zumindest der unter Tragring der Aussichtsplattform in 27 Metern Höhe. Entdeckt wurde das, als der Turm im September einen neuen Anstrich bekam. „Die Schäden waren unter der alten Farbschicht und Blechen versteckt und beim besten Willen vorher nicht zu sehen“, versicherte der von der Stadt beauftragte Bauwerksspezialist Dipl.-Ing. Ralf Habenicht. Was tun? Entweder werde mithilfe von zwei Hubarbeitsbühnen in luftiger Höhe am korrodierten Tragring gearbeitet oder die Plattform werde per Kran auf den Boden gesetzt, um daran zu arbeiten oder sie werde gleich komplett ausgetauscht – wenn denn die Denkmalschützer zustimmen. Auf rund 90 000 Euro bezifferte Habenicht die Kosten für die Sanierung, auf rund 107000 Euro die für den Austausch. „Wenn, dann richtig, dann haben wir die nächsten 100 Jahre Ruhe“ meinte Rudi Leinhart (CDU). Auch Uwe Schrader (SPD) schlug vor, über eine neue Plattform nachzudenken. Es war Anregungen, die angesichts zu erwartender Fördergelder realistisch sein dürften. Doch vorerst bleibt der Turm gesperrt und als Thema auf der Tagesordnung des Bauausschusses; das nächste Mal im Januar.

Die Aussichtsplattform des Spelunkenturms wird möglicherweise komplett gegen einen Neubau ausgetauscht. Entschieden ist das aber noch nicht. Vorerst bleibt der Turm jedenfalls gesperrt. Foto: Kai S.
  • Die Aussichtsplattform des Spelunkenturms wird möglicherweise komplett gegen einen Neubau ausgetauscht. Entschieden ist das aber noch nicht. Vorerst bleibt der Turm jedenfalls gesperrt. Foto: Kai S.


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