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Bäder suchen neue Impulse

Zum „Waldbaden“ nach Bad Pyrmont

BAD PYRMONT. Bieten Kur- und Erholungsorte das, was ihre Gäste erwarten? Diese Fragestellung stand im Fokus des 5. Niedersächsischen Bädertages. 70 Vertreter aus den Heilbädern und Kurorten sind auf der Suche auf immer neuen Impulsen. „Wir müssen unsere Gäste auch emotional an uns binden“, meint Kurdirektor Fischer.

veröffentlicht am 06.11.2018 um 14:37 Uhr
aktualisiert am 06.11.2018 um 17:00 Uhr

„Wir erfüllen die Wünsche und Erwartungen der Kurgäste immer besser“, meint Maik Fischer, stellvertretender Vorsitzender des Niedersächsischen Heilbäderverandes. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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„Im Kern geht es um eine Mehrwertstrategie für unsere Mitglieder und um eine Öffnung unseres Verbandes zu allen Kurorten, Gesundheitseinrichtungen und Verbänden in Niedersachsen“, sagt Maik Fischer, stellvertretender Vorsitzender des Heilbäderverbandes sowie Geschäftsführer und Kurdirektor der Niedersächsischen Staatsbäder Pyrmont und Nenndorf. „Nur durch eine enge und aufgeschlossene Zusammenarbeit, auch mit Partnerorganisationen, werden wir gemeinsam die Erwartungen vom König Kurgast erfüllen.“

Die Kurorte und Heilbäder, so zeigt sich Fischer überzeugt, erfüllten diese Wünsche und Erwartungen des Kurgastes immer besser, das belegten die Zahlen. „Aber der Weg ist nie zu Ende“, fügt er hinzu. Die Bäder hätten sich nach dem Ende des regulierten Marktes einem freien Wettbewerb stellen müssen und sich darauf auch gut eingestellt. „Die Möglichkeiten, die Menschen heute haben, sind deutlich umfangreicher geworden. Wir müssen also dafür sorgen, dass wir unsere Alleinstellungsmerkmale als Oasen der Gesundheit herausstellen.“

Kurorte lassen sich laut Fischer immer öfter von Experten beraten, um gemeinsam mit den Stadtverwaltungen Stadtentwicklungen zu planen, mit denen das Gesundheitsprofil geschärft werden kann. Das liegt Fischer auch in Bad Pyrmont am Herzen. Kürzlich hatte er verschiedene Verbände und Vereine zu einem Gespräch über Stadtentwicklung eingeladen, sich aber bei der Stadt einen Korb geholt, die daran nicht teilnehmen wollte. Laut Fischer arbeitet der Heilbäderverband aktuell daran, das Land dazu zu bringen, ein Infrastrukturprogramm für Kurorte aufzulegen. „Mit Modernisierung und Sanierung haben wir alle zu tun“, so der Kurdirektor.

„Bad Pyrmont hat Betten verloren, aber trotzdem gute Zahlen“, stellt Fischer fest und begründet dass damit, dass sich das Staatsbad gut aufgestellt habe und immer wieder eine Vorreiterrolle übernehme. Dabei gehe es darum, die Gäste auch emotional an den Kurort zu binden. „Wir wissen, dass Kurgäste individuelle, maßgeschneiderte Angebote schätzen, die schnell verfügbar sind“, sagt er. Diese Voraussetzungen erfülle das seit diesem Jahr angebotene Gesundheitsprogramm „Gesund & Glücklich“. „Das wird gut angenommen, aber wir müssen immer wieder neue Impulse setzen“, betont er. Ein Stichwort dabei ist das aus Japan kommende „Waldbaden“, das unter dem Aspekt „Achtsamkeit“ eingeordnet werden kann. Bereits ein gemütlicher Spaziergang im Wald wird bei den Japanern als „Shinrinyoku“, also als „Waldbaden“ bezeichnet. „Bei uns würde sich auch der Kurpark dafür eignen“, so Fischer, der berichtet, dass Touristiker im „Sehnsuchtsmarkt Natur“ einen Megamarkt sehen.



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