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„Moonlight Shopping“-Premiere lockt Einheimische und Auswärtige an

Zum späten Flanieren in die Stadt

Bad Pyrmont (Hei/yt). Obwohl der Mond am Freitagabend nur sporadisch hinter dicken Wolken hervorlugte, zog es viele Pyrmonter zum ersten ,,Moonlight-Shopping“ in die Stadt. Und weil sich fast alle Geschäfte zur Nacht richtig herausgeputzt hatten und nicht nur für einen roten Teppich, sondern auch für einladende Beleuchtung im Eingang sorgten, strahlte die Innenstadt im Schein zahlloser Kerzen und Fackeln, zusätzlich zur Illumination in einigen Bäumen.

veröffentlicht am 04.10.2009 um 21:30 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 13:21 Uhr

Gelungene Deko bei „Bellino“.
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Viele Einheimische und auch Kurgäste nutzten die Gelegenheit, ausgiebig und in aller Ruhe zu bummeln und zum Mondschein-Tarif einzukaufen und genossen die stimmungsvolle Atmosphäre. Nach Einbruch der Dämmerung bis in den späten Abend hinein waren die Straßen und viele Geschäfte belebt. Der Einzelhandel vom Postweg bis zur Hauptallee, von der Humboldtstraße bis zum Hylligen Born und entlang der Fußgängermeile zog, bis auf wenige Ausnahmen, an einem Strang. Selbst manche Filialisten, die sich sonst bei Gemeinschaftsaktionen eher zurückhalten, machten mit.

Liebevoll dekorierte Sektbars unterstrichen die heimelige Atmosphäre, in der die Gäste zu zweit oder in kleinen Gruppen flanierten. Und wer allein unterwegs war, fand an einer der Imbiss-Stationen schnell Anschluss. Denn Gesprächsstoff gab es genug. „Das ist richtig toll hier“, befand eine Dame mit Tüte in der Hand. Ein junger Mann gab ihr Recht: „Das könnte man ruhig jede Woche machen.“ Er habe zwar nichts eingekauft, „aber ich finde das eine gute Gelegenheit, zu schauen, was es so gibt“.

Und es gab jede Menge – vom kleinen Präsent über Moonlight-Rabatte bis hin zu Rosen für die Damen. Hermann, den Cherusker, hatte im Varusjahr das Schuhhaus Thiele vor der Tür platziert, und im „Café WiDo“ in der Wandelhalle machte Travestie-Künstlerin Jaqueline de la Ronge die Männer mit Liedern und Zoten an. Elke‘s Modelädchen indes präsentierte die neue Kollektion im Freien, und im Modehaus Schwager tanzte die Gruppe „Djamila“ orientalisch.

Mitreißend: das Kino für die Jüngsten bei den „Königskinde
  • Mitreißend: das Kino für die Jüngsten bei den „Königskindern“.
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Fabelhaft auf Stelzen.
  • Fabelhaft auf Stelzen.
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Mitreißend: das Kino für die Jüngsten bei den „Königskinde
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Fabelhaft auf Stelzen.
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Vor dem Schuh- und Schlüsseldienst Arco Crone im Postweg spielte das Duo ,,Feist & Arlt“ Oldies on the Rocks. Wer in Ruhe shoppen wollte, konnte den Nachwuchs bei Lohmanns ,,Königskindern“ zum Kinoabend abliefern. Und ein Kinostar besonderer Klasse nahm an diesem Abend Abschied vom Schloss: Im Museum führte Gisela Schubert ein letztes Mal durch ihre Romy- Schneider-Ausstellung.

Überall und nirgends huschten fantastisch kostümierte Stelzenläufer durch die Straßen. Stimmungsmacher erster Güte aber waren die mobilen „Drei Nikoläuse“. Die hochmusikalischen Mannsbilder aus Münster ließen es richtig krachen und widmeten der Stadt sogar einen ,,Moon-light-Shopping-Song“.

Zu vorgerückter Stunde dünnte der Flanierstrom dann aber doch aus, so dass manches Geschäft ob nachhaltiger Flaute schon vor 23 Uhr das Licht löschte und die Türen abschloss. Gut besucht zeigten sich dann immerhin noch die Verpflegungsstände.

Eine mehr als positive Bilanz zog zu später Stunde Werbegemeinschafts-Chef Helmut Fahle. „Die Premiere lief noch besser, als wir uns erhofft hatten. Wo Aktivität war, waren auch Kunden.“ In Zukunft soll es das öfter geben – wenn auch Fahle den vielfach geäußerten Wunsch nach monatlicher Wiederholung nicht teilen mag: ,,Das Moonlight-Shopping soll etwas Besonderes bleiben und vielleicht zweimal im Jahr stattfinden“.

Wo immer die „Drei Nikoläuse“ auftraten, scharte sich eine Traube von Zuschauern um die hochkomischen Herren aus Münster.

Fotos: Hei, yt

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