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Stadt hat das Büro geschlossen

Zulassungsstelle dicht – oder doch nicht?

BAD PYRMONT. Die Tage der Zulassungsstelle des Straßenverkehrsamtes im Pyrmonter Rathaus sind gezählt – oder doch nicht? Fest steht, dass die Mitarbeiter des Landkreises am Mittwoch das letzte Mal ihre Dienstleistungen angeboten haben und die Stadt den Schlüssel zu dem Büro im Einwohnermeldeamt umgedreht hat.

veröffentlicht am 29.12.2017 um 14:04 Uhr

Am Freitag wies der Wegweiser im Rathaus die Zulassungsstelle des Straßenverkehrsamtes noch aus.Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Dabei ist die Angelegenheit noch gar nicht zu Ende gebracht. „Stadt und Landkreis beraten zur Zeit über Möglichkeiten, Dienstleistungen des Straßenverkehrsamtes ab 2018 weiter in Bad Pyrmont anbieten zu können“, bestätigte Stadtsprecher Wolfgang Siefert am Freitag auf Anfrage. Ziel sei eine Art „Basisangebot“ mit zum Beispiel Adressänderungen oder Abmeldungen von Fahrzeugen. „Wir hoffen darauf, dass der Landkreis noch im Januar zu einer Entscheidung kommt, das wissen wir aber nicht“, so Siefert.

Der Landkreis Hameln-Pyrmont hatte die Vereinbarung mit der Stadt Bad Pyrmont zum Ende 2017 gekündigt und das mit wirtschaftlichen Aspekten begründet. Die Gesamtentwicklung der letzten Jahre habe gezeigt, dass immer weniger Kunden das Angebot vor Ort nachfragen (wir berichteten). Doch die Politiker wollten das nicht so einfach hinnehmen. Sie hatten Bürgermeister Klaus Blome (parteilos) aufgefordert, darüber noch einmal mit den Vertretern des Landkreises zu verhandeln, was der gemeinsam mit der zuständigen Fachgebietsleiterin getan hat. Dass es eine Rückkehr zum ursprünglichen Angebot gibt, ist allerdings ausgeschlossen. Die Politik appelliert darum an Stadt und Kreis, wenigstens ein Minimalangebot aufrecht zu halten.

„Eine Entscheidung gibt es noch nicht, aber ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden werden“, äußerte sich Kreissprecherin Sandra Lummitsch am Freitag. Vermutlich läuft es darauf hinaus, dass der Kreis bestimmte Aufgaben an die Stadt überträgt, die dann von Mitarbeitern des Ordnungsamtes zusätzlich zum Tagesgeschäft erledigt werden. Am Ende ist es eine finanzielle Frage, denn die Höhe der Einnahmen für diese Dienstleistung ist nach Darstellung der Stadt nicht wirtschaftlich.

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