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Er will Planer-Honorare prüfen lassen

Zühlke schaltet den Bund der Steuerzahler ein

Bad Pyrmont (jl). In Sachen Humboldt-Sanierung könnte der Pyrmonter Stadtverwaltung bald neuer Ärger ins Haus stehen. Denn auch gut fünf Wochen nach seinem Rückzug vom CDU-Fraktionsvorsitz lässt Kurt-Heinz Zühlke nicht locker: Jetzt will der Ratsherr durch den „Bund der Steuerzahler Niedersachsen/Bremen“ prüfen lassen, „ob im Sinne einer sparsamen, wirt- schaftlichenHaus- haltsführung entschieden worden ist“, erklärte der Christdemokrat gestern gegenüber den Pyrmonter Nachrichten.

veröffentlicht am 08.06.2009 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 03:21 Uhr

K.-H. Zühlke
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Anlass für seinen Brief nach Hannover ist die Höhe der Planungskosten für die Sanierung des Gymnasiums. Denn die ist durch die Bildung der Arbeitsgemeinschaft (Arge) eines Pyrmonter mit einem hannoverschen Planungsbüro auf eine halbe Million Euro angestiegen. Zühlke möchte deshalb von den Experten wissen, ob hier Steuergelder verschwendet worden seien.

„Honorar errechnet sich nach Bauleistung“

Bürgermeisterin Elke Christina Roeder hatte den Anteil der Planungskosten während der letzten Ratssitzung auf 16 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro beziffert (PN vom Samstag). Zühlke meint jedoch: „Das Architektenhonorar errechnet sich nicht nach der Gesamtinvestition, sondern nach den Kosten für Bauleistungen.“ Also zahle die Stadt an die Auftragnehmer 25 Prozent Planungskosten. Das sei „von der Normalität weit entfernt“, so Zühlke.

Roeder gibt sich „gelassen“

Zudem stört den Ratsherrn, dass der Auftrag an die Arge „freihändig“, also ohne Ausschreibung, vergeben worden sei. Zühlke bezweifelt, dass die Entscheidung „rechtskonform“ war. Der Verwaltungsausschuss hatte dem Vorschlag der Verwaltung mehrheitlich gegen die Stimmen der CDU-Fraktion zugestimmt.

Die Bürgermeisterin sieht einer Überprüfung der Angelegenheit durch den Steuerzahlerbund nach eigenem Bekunden „gelassen“ entgegen. „Wenn Herr Zühlke meint, er müsse sich an die Organisation wenden, soll er das tun“, sagte Roeder gestern auf PN-Anfrage. Das vereinbarte Honorar sei „absolut normal“ – zumal es sich dabei nicht nur um Architektenhonorare, sondern um die gesamten Planungskosten handle.

Übrigens: Laut Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) kann sich das Architektenhonorar sowohl nach den anrechenbaren Bauleistungen als auch nach dem Grad der Anforderungen richten, die das einzelne Objekt an den Planer stellt. Es könne aber auch ein Pauschalhonorar vereinbart werden.



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