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Norwegerin Bente Kahan begeistert im Gemeindehaus

Zu Herzen gehendes Konzert aus eigenem Erleben

Bad Pyrmont. Das Leben und die Kultur der Juden, ihr Leid, ihre Würde und ihren Humor, verbindet die norwegische Sängerin und Schauspielerin Bente Kahan mit dem persönlichen Schicksal ihrer eigenen Familie, die ebenfalls jüdische Wurzeln hat, und sie macht daraus im Gemeindehaus der Pyrmonter Stadtkirche ein beeindruckendes Konzert.

veröffentlicht am 15.10.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 12:21 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Gemeinsam hatten die evangelische Stadtkirche und die liberale jüdische Gemeinde Bad Pyrmonts die Veranstaltung organisiert, die großen Zuspruch fand. Für Pastor Hans-Christian Müller schloss sich, wie er betonte, mit diesem Konzert der Kreis einer gelungenen Feier zum zehnjährigen Bestehen der Stiftung seiner Kirche (wir berichteten). „Wir sind sehr froh, dass die in Skandinavien populäre Künstlerin für ihre drei Konzerte in Deutschland neben Dresden und Bielefeld auch Bad Pyrmont gewählt hat“, sagte Müller. Und auch Klara Behnke, Vorsitzende der liberalen jüdischen Gemeinde, drückte ihre Freude über das ganz besondere Gastspiel aus.

Die 55-jährige Künstlerin mit jugendlicher Ausstrahlung war gemeinsam mit ihrem Sohn Daniel gekommen. Er projizierte zur Untermalung der mehrsprachigen Lieder viele Fotos aus dem Familienalbum der Kahans: eine jüdische Großfamilie, die internationale Wurzeln hat, und heute weitverzweigt in ganz Europa und den USA lebt.

Alles verbindende Sprache aber ist das Jiddische, und gerade diese Lieder fanden auch ganz schnell den Weg in die Ohren und Herzen der Zuhörer. Mit ihrer Gitarre und ihrer ausdrucksvollen, kernigen Stimme traf die Künstlerin den ganz speziellen Klang hervorragend.

Manche Songs waren geprägt vom spezifisch jüdischen Humor und Überlebenswillen, während andere Melancholie und Trauer ausdrückten. Am bewegendsten war der in deutscher Sprache vorgetragene „Brief an mein Kind“: Eine jüdische Mutter, die ihren Sohn vor den Nazis schützte, indem sie ihn nach Schweden schickte, schreibt aus dem KZ Theresienstadt einen Brief, der viel später in einer Zeitung veröffentlicht wurde. Der ganze Schmerz einer Mutter um ihr verlorenes Kind kam darin zum Ausdruck und berührte die Zuhörer spürbar.

Vom ersten Moment an fand die Sängerin, die authentisch und charismatisch wirkt, Kontakt zum Publikum. Ein Konzert, das zu Recht viel Beifall fand.

Brief an ein verlorenes Kind: Mit diesem Lied berührte Bente Kahan ihre Zuhörer. Hei



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