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ZDF filmt Kilianskirche für Doku

Lügde (jl). Die Kilianskirche wird zum Fernsehstar – und das zur besten Sendezeit. Gestern filmte ein TV-Team das Lügder Bauwerk für die zweite Staffel der ehrgeizigen ZDF-Reihe „Die Deutschen“.

veröffentlicht am 09.10.2009 um 21:17 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 12:41 Uhr

ZDF-Dreh Kilianskirche
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 „Wir sind froh, dass wir eine rein romanische Kirche gefunden haben, die nicht zugebaut ist“, sagte Regisseur Carsten Gutschmidt, dessen Kameramann Jörg Adams das geschichtsträchtige Gotteshaus aus mehreren Blickwinkeln filmte. Das funktionierte ziemlich reibungslos, denn die Nachmittagssonne beschien das Gemäuer geradezu vorbildlich. 

 Auf der Schattenseite der Kirche fingen die Filmleute die Strahlen dann flugs per Reflektor ein. So tauchten sie Namenspatron St. Kilian in ein beinahe goldenes Licht.
 Auf der Westseite wurde der Kameramann dann ein ums andere Mal auf dem Dolly-Wagen über ein paar Meter Schienenstrecke hin und hergeschoben, um wackelfreie Schwenks zu garantieren.
 Als es draußen zu finster wurde, ging’s im Kircheninnern weiter. Denn schließlich musste auch Karl der Große, der hier vor 1225 Jahren Weihnachten feierte, ins Bild. Um ihn und die Christianisierung des Sachsenlandes geht es nämlich in der ersten von zehn Doku-Folgen, die wohl im kommenden Jahr laufen soll. Die erste Staffel der Reihe war im Herbst 2008 zu sehen gewesen.

 Besonders gespannt, ob später zum Beispiel auch die Kamerafahrt vom Turmeingang auf die Apsis zu sehen sein wird, ist Dieter Stumpe. Denn er betreute die Fernsehleute bei ihrer akribischen Arbeit vor Ort.  

 Wer mehr über Karl den Großen in Lügde erfahren will, muss übrigens nicht auf die ZDF-Doku warten: Heute schon wandelt Heimathistoriker Manfred Willeke zum Auftakt des gemeinsamen Städtejubiläums von Lügde und Bad Pyrmont auf den Spuren des frühen Monarchen durch Lügde. Seine von der VHS Lippe-Ost angebotene Stadtführung beginnt um 15 Uhr auf dem Marktplatz.
 Morgen um 16 Uhr findet dann in der Kilianskirche ein ökumenischer Gottesdienst statt. Im Anschluss informiert Dieter Stumpe über die Baugeschichte und die Bedeutung der Kirche. Ansonsten ist das Gotteshaus noch bis Ende Oktober täglich von etwa 9 bis 17 Uhr geöffnet.

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