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Wolfsberater untersucht totes Kalb

Bad Pyrmont. Ein totes Kalb auf einer Weide am Hagener Berg hat den Wolfsberater des Landes Niedersachsen, Heiko Brede, auf den Plan gerufen. Der Leiter des Pyrmonter Hegerings, Dieter Lippert, hatte sich entschlossen, den Experten dazuzurufen. Ob das zwei bis drei Tage alte Tier Opfers eines Wolfes geworden ist, steht zwar noch nicht fest, aber nach Meinung von Brede und Lippert spricht bislang nichts dafür.

veröffentlicht am 23.12.2015 um 13:12 Uhr
aktualisiert am 21.12.2016 um 10:16 Uhr

Hans-Ulrich Kilian

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Freier Mitarbeiter zur Autorenseite

Er habe den Eindruck so Brede, das das tote Tier von einem Fuchs, Krähen oder möglicherweise von Kolkraben angefressen worden sei. Die für einen Wolfsriss typischen Verletzungen habe er nicht gesehen. Er dokumentierte den Fall mit Fotos und schickt nun seinen Bericht an den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz. „Nicht ich entscheide, ob das Tier von einem Wolf gerissen wurde, sondern das Landesamt“, betont er. Sollte Letzteres der Fall sein, hätte der Landwirt Anspruch auf Entschädigung. „Ein vom Wolf gerissenes Tier hat typischerweise Bisspuren an der Kehle“, so Lippert. „Aber es müssen nicht in jedem Fall Bisspuren zu sehen sein.“ Aber er sei keine Experte und habe deshalb Heiko Brede eingeschaltet, was der völlig in Ordnung findet. „Dafür sind Wolfsberater da.“ Es war übrigens das erste tote Nutztier, mit dem Brede es zu tun bekam. Bislang habe er Wild untersucht, das meistens von wildernden Hunden getötet worden sei – in wenigen Fällen aber auch von Luchsen. Dokumentierte Wolfssichtungen habe es bislang in der Region nicht gegeben, sagt Brede. „Es gibt aber immer wieder jemanden, der einen Wolf gesehen haben will.“ Es war nicht das erste Kalb, das der Landwirt verloren hat, sondern schon das dritte Tier in wenigen Wochen. Deshalb hat Brede den Kreisveterinär kontaktiert. Es gebe allerdings keine Hinweise, dass sich der Landwirt etwas zuschulden kommen lassen hat, betont er.uk



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