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Wolfgang Korn der Hahn im Korb der Werkwoche

Bad Pyrmont (Hei). Die deutsche Flagge am privaten Fahnenmast im Garten ist inzwischen nichts Besonderes mehr. Aber was Wolfgang Korn (69) aus Hattenhofen demnächst auf seinem Grundstück präsentieren wird, hat Seltenheitswert. Einen hölzernen buntbemalten Kurenkahn-Wimpel nach alter ostpreußischer Tradition will Korn selbst anfertigen, denn kaufen kann man so etwas nicht.

veröffentlicht am 15.10.2009 um 15:37 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 12:21 Uhr

Werkwoche
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Bad Pyrmont (Hei). Die deutsche Flagge am privaten Fahnenmast im Garten ist inzwischen nichts Besonderes mehr. Aber was Wolfgang Korn (69) aus Hattenhofen demnächst auf seinem Grundstück präsentieren wird, hat Seltenheitswert. Einen hölzernen buntbemalten Kurenkahn-Wimpel nach alter ostpreußischer Tradition will Korn selbst anfertigen, denn kaufen kann man so etwas nicht.
 Und um das gute Stück authentisch zu gestalten, besucht der Hobby-Segler zur Zeit die 55. Werkwoche ,,Erhalten und Gestalten“ der Landsmannschaft Ostpreußen im Pyrmonter Ostheim.
 Während in den oberen Räumen des Hauses an der Parkstraße die Gruppen mit Sticken, Stricken, Weben, Knüpfen und Trachtennähen aktiv sind, werkelt Wolfgang Korn im Untergeschoss. Er ist nicht nur der einzige Mann in der 45-köpfigen Damenriege, sondern auch alleiniger Anwärter für die Anfertigung eines Kurenwimpels. Das sind kleine holzgeschnitzte Bilder mit ostpreußischen Motiven und mit Darstellungen aus dem Wohnort, dem Familien- oder Berufsleben der Seeleute, wie sie früher die Mastspitzen der Fischerboote in der Kurischen Nehrung zierten.
Als Wolfgang Korn diese Abbildungen in alten Büchern sah, war er fasziniert. Und da seine Frau Margit zweite Vorsitzende der Landsmannschaft Ost- und Westpreußen in Göppingen ist und selbst schon an Werkwochen in Bad Pyrmont teilgenommen hat, bewarb sich der Hobbywerker für das jetzige Seminar. Uta Lüttich, Bundesvorsitzende des ostpreußischen Frauenkreises, gefiel die Idee, den Kurenwimpel als typisch ostpreußisches Handwerk zum ersten Mal in das Arbeitsprogramm aufzunehmen.



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