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Stadt liegen Bauvoranfragen für zwei miteinander konkurrierende Bauvorhaben an der Bäckerstraße vor

Wohnhäuser oder Königreichssaal

BAD PYRMONT. Seit Langem liegt das Grundstück im Stadtzentrum an der Bäckerstraße brach. Jetzt gibt es gleich zwei Interessenten für eine Bebauung: Der Braunschweiger Autohändler Guilbert Klieber denkt an den Bau von acht Reihenhäusern, die „7-Brüder-Stiftung“ aus Remscheid möchte einen „Königreichssaal“ bauen.

veröffentlicht am 16.05.2019 um 15:41 Uhr
aktualisiert am 16.05.2019 um 17:20 Uhr

Seit langer Zeit ist das relativ versteckt liegende Grundstück an der Bäckerstraße ungenutzt. Ein Bauzaun riegelt es ab. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Der Stadtverwaltung liegen entsprechende Bauvoranfragen vor, die beide jetzt vom Bauausschuss einstimmig befürwortet wurden. Allerdings werden nicht beide Projekte verwirklicht werden können. „Entweder das eine oder das andere“, bestätigte Baudezernent Matthäus Schmidt. Die Entscheidung darüber liege beim Grundeigentümer.

Interessant ist vor allen Dingen der Plan, acht Reihenhäuser zu errichten. „Gedacht ist an eine moderne, zurückhaltende Bauweise“, erläuterte Schmidt. Was damit gemeint ist, davon gibt das Baugebiet am Vogelreichsweg eine Vorstellung. Für dieses Grundstück hatte Klieber mit der Stadt vor zwei Jahren einen Erschließungsvertrag für den Bau von Einfamilienhäusern im Bauhausstil geschlossen. Dort wie auch an der Bäckerstraße sind Flachdächer vorgesehen.

Klar ist, dass es sehr eng wird. Die Rede ist von Baugrundstücken, die 200 Quadratmeter und sogar kleiner sind. Der Verzicht auf einen Garten ist vorprogrammiert. „Das wäre eine ganz andere Gebäudetypologie, als wir sie bisher in Bad Pyrmont haben“, beschrieb Schmidt diese ausgesprochen urbane Bauweise, die einen anderen Lebensstil der Bewohner bedeutet.

In den Reihen der Politiker machte man sich Gedanken über die Frage der Parkplätze. Das Grundstück wird so eng bemessen sein, das der Bauherr gezwungen ist, seine Stellplätze auf dem eigenen Grundstück unterzubringen, da er nicht auf das südlich gelegene städtische Grundstück zugreifen kann. Eine negative Entwicklung erwartet Schmidt von der An- und Abfahrt der Autos nicht, da das Geh- und Fahrrecht im Norden, der städtische Parkplatz im Süden und die öffentlichen Stellplätze in der Bäckerstraße bereits „Schallvorbelastungen“ darstellten. Und da das relativ versteckt liegende Quartier rein privat genutzt werde und es eine eher geringe Bedeutung für die Stadtgestaltung habe, hält die Stadt eine Befreiung einer Reihe von Vorgaben des bestehenden Bebauungsplanes für vertretbar. Dabei geht es im Wesentlichen um die Dachneigung, Taufhöhen und eine Nord-Süd- statt Ost-West-Ausrichtung der Gebäude.

Kommt die 7-Brüder-Stiftung zum Zuge, soll hier ein dreigeschossiges Gebäude entstehen, das im Erdgeschoss einen „Königreichssaal“ vorsieht. Königreichssaal ist der Name für Gebäude der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas, in denen ihre gottesdienstlichen Zusammenkünfte stattfinden. In den Geschossen darüber sollen acht Wohnungen entstehen. Auch hier spielen Parkplätze und An- und Abreisen eine Rolle. „Parkplätze sind nicht Gegenstand der Bauvoranfrage, aber Parken wird ein Thema sein“, so der Baurat. Ausschussmitglied Hans-Herbert Webel (SPD) prognostizierte einen erheblichen Verkehr und erinnerte daran, dass Lärmschutz hier schon immer ein Problem war.



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