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CDU-Fraktionschef Nacke zieht Bilanz

Wohldosierte Kritik an mehrere Adressaten

Bad Pyrmont (jl). Ein „Glanzstück der Ratsarbeit“ nennt CDU-Fraktionschef Udo Nacke, allerdings ironisch, das Vertagen der Hundesteuer-Erhöhung während der letzten Ratssitzung im Dezember. Und auch die Beratungen, die diesem Termin vorausgingen, erinnert er als „etwas schwierig“, denn die Fraktionen hätten einander „wie Wolfsrudel belauert“.

veröffentlicht am 03.01.2010 um 22:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 02:41 Uhr

Dirk Wöltje
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Zwar findet Nacke es sinnvoll, wenn die Politiker sich zusammenrauten und gemeinsame Entscheidungen treffen. Aber „faule Kompromisse“ mag er nicht. Das machte der CDU-Fraktionschef gestern beim Neujahrsempfang deutlich, zu dem der Stadtverband seiner Partei die Vertreter von 140 Vereinen und Organisationen ins Sportheim am Stadion eingeladen hatte. Rund 100 Gäste waren der Einladung gefolgt.

Auch das Reizthema Humboldt-Sanierung brachte Nacke zur Sprache. Speziell rügte er „die Entscheidung der Bürgermeisterin, wesentlich mehr Geld für die Planung auszugeben“. Und auch bei dem unter Zeitdruck auf den Weg gebrachten städtebaulichen Gesamtkonzept kam er – mit Verweis auf „Kritiker, die zweifeln, ob die 70 000 Euro dafür sinnvoll eingesetzt waren“ – auf die Kosten zu sprechen. Zugleich aber wünschte er dem Konzept „eine gute Weiterentwicklung und Umsetzung“, damit die Stadt Bad Pyrmont auch künftig attraktiv gehalten werden könne.

Mangelnden Sparwillen warf er der Stadtverwaltung vor. Angesichts der 6,1 Millionen Personalkosten müsse jede freiwerdende Stelle im Rathaus auf den Prüfstand gestellt werden. Der CDU sei es ernst damit, dass jährlich 50 000 Euro zu sparen seien.

Udo Nacke

Wie früher sein Vorgänger Kurt-Heinz Zühlke, so bemängelte auch Nacke das Fehlen klarer Mehrheitsverhältnisse im Rat und machte dafür das bindungsunwillige „Dreigestirn“ der FDP verantwortlich. So sei die politische Arbeit „manchmal zum Haareraufen“.

Generell aber dankte Nacke all jenen, die sich in der Kommunalpolitik engagieren – zumal diese Arbeit wegen der oft ausbleibenden Anerkennung nicht immer eine Freude sei.

Gern hörten die rund 100 Vereinsvertreter im Publikum Nackes Versprechen: „Das Sparvolumen wird nicht angerührt“ mit Blick auf die Zuschüsse der Stadt an die Ehrenamtlichen. Mit den Vereinen in diesem Jahr über mögliche Einsparungen zu sprechen, wie es die Stadtverwaltung und die SPD vorhätten, sei für seine Fraktion „aktuell kein Thema“.

Dem Lob der Ehrenamtlichen hatte sich zuvor Dirk Wöltje verschrieben: „All die freiwilligen Aktiven, wo immer sie sich einsetzen, sind für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft ungemein wichtig“, betonte der CDU-Stadtverbandschef. „Sie sind der soziale Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält.“ Denn weder der Staat noch der Markt könnten die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft allein bewältigen. Nur, wenn auch die Bürger Verantwortung übernähmen, habe das Gemeinwesen ein starkes Fundament. „Nicht die Ellenbogen sind Ihr wichtigstes Körperteil, sondern Sie setzen auf Herz und Verstand“, so Wöltje.

Im Anschluss an den offiziellen Teil bewirteten die Christdemokraten ihre Gäste mit Schnittchen und Getränken.



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