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Thaler diskutierten in ihrer Bürgerversammlung über diverse Themen

Wo soll denn nun die Mitfahrbank hin

BAD PYRMONT/THAL. Seit gut einem Jahr gibt es für die Thaler Einwohnerschaft keine mehrköpfige kommunale Vertretung in Form eines Ortsrates und somit auch keinen Ortsbürgermeister. Nachdem eine Wahlperiode zuvor die CDU keine Interessenten zur Wahl in den Ortsrat hatte aufbieten können und der Ortsrat danach nur von SPD-Kandidaten besetzt worden war, scheiterte auch diese Partei bei der letzten Kommunalwahl an dem scheinbar politischen Desinteresse der Thaler Bevölkerung.

veröffentlicht am 11.12.2017 um 19:50 Uhr

Ortsvorsteher Werner Ritterbusch foto: ti
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Klaus Titze Reporter
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Dass sich sehrwohl Einwohner der von einer Landesstraße durchschnittenen Ortschaft für deren Zukunft interessieren, sich informieren lassen und mitdiskutieren wollen, machten 24 von ihnen in der Bürgerversammlung im Feuerwehrgerätehaus deutlich, zu der ihr Ortsvorsteher Werner Ritterbusch eingeladen hatte. Ritterbusch ist nämlich, nachdem kein Ortsrat mehr gebildet werden konnte, der Ansprechpartner der Verwaltung für den Ort Thal und damit auch das Sprachohr der Thaler Einwohnerschaft gegenüber der Verwaltung.

„Ich hätte mir nicht vorstellen können, wie sich seitdem mein Leben in Thal verändert hat. Zuvor bin ich noch nie so oft zu Fuß im Dorf unterwegs gewesen“, leitete Ritterbusch seine Versammlung ein und sorgte sogleich für eine heitere und lockere Gesprächsatmosphäre. Nach seiner Ernennung, so erinnerte er an das vergangene Jahr, hatte er ebenfalls eine Bürgerversammlung zum Anlass genommen, eine Liste mit abzuarbeitenden Dingen zu fertigen. Diese sei auch Grundlage für häufige Gespräche mit der Verwaltung gewesen, die sich auch oft genug vor Ort im Dorf fortgesetzt hätten.

Und dann arbeitete der Ortsvorsteher nacheinander eine scheinbar unerschöpfliche Aufzählung von Knackpunkten ab, die zwar manchmal banal erscheinen, jedoch für ein ungestörtes Dorfmiteinander und für eine Zufriedenheit in der Einwohnerschaft von Wichtigkeit sind. Ganz gleich, ob es sich dabei um zugewachsene Gullies handelt, Müllansammlung an Glas- und Altkleidercontainern, Änderung an der Beleuchtung, Umbau im Feuerwehrgerätehaus oder Dauerbrenner wie der empfundenen zu hohen Geschwindigkeit am Ortseingang aus Richtung Welsede, das vernachlässigte Sportheim mit dem langen Weg durch die Feldmark zum Duschen und Umkleiden – all das und etliches mehr kam als Thema auf den Tisch.

Da sich sowohl für das Sportheim als auch für die ehemalige Grundschule aktuell noch keine endgültige Lösung abzeichnet, nutzte Ritterbusch die Gelegenheit, die Thaler über den Standort einer Mitfahrerbank debattieren und abstimmen zu lassen. Soll’s nun eine oder zwei Bänke geben und wo sollen die aufgestellt werden? Mehrfache Ideen wurden hin und her gewälzt und schließlich einigte sich die Versammlung auf eine Bank, die an der Hauptstraße in der Ortsmitte nahe dem „Chinesen“ aufgestellt werden soll.

Das läuft versuchsweise, aber so hat Ritterbusch zunächst einmal ein Votum, um sich um eine Umsetzung bemühen zu können. Seine abschließende Frage in die Runde, welche Knackpunkte denn ansonsten den Thalern auf den Nägeln brennen, erbrachte keinen nennenswerten Beitrag mehr, was wohl auch dem Umstand geschuldet sein dürfte, dass der Ortsvorsteher gut vorbereitet schon zahlreiche Diskussionspunkte angesprochen und abgearbeitet hatte. Er nahm sich dann doch noch den Hinweis zu Herzen, in der Kommunikation innerhalb des Ortes auch an die Einbindung moderner Medien wie soziale Netzwerke und Mails zu denken, um noch breiter im Dorf Informationen streuen zu können.

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