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Stadtverwaltung kann sich die Differenz zwischen der amtlichen Zahl und der Zensuserhebung nicht erklären

Wo sind die 506 Einwohner geblieben ?

Bad Pyrmont. Die Pyrmonter Stadtverwaltung vermisst 506 Einwohner – zumindest auf dem Papier. Denn so groß ist die Differenz zwischen der eigenen Fortschreibung der Statistik und der Volkszählung „Zensus 2011“. Im Rathaus wird das Ergebnis angezweifelt.

veröffentlicht am 18.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 07:21 Uhr

Autor:

von klaus titze
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„Bereits vor dem Ergebnis der Volkszählung zum 9. Mai 2011 ergab eine interne Fortschreibung unseres Meldeamtes, dass 19 634 Personen mit Hauptwohnsitz in Bad Pyrmont gemeldet waren,“ berichtet Sabine Spiegel, zuständige Fachgebietsleiterin für Ordnung und Soziales, jetzt dem zuständigen Fachausschuss. „Damit lagen wir also schon 2011 unterhalb der Einwohnerzahl von 20 000 und Nebenwohnsitze spielen für die amtlichen Zahlen keine Rolle.“ Im Rahmen der Volkszählung sei dann die Zahl von 19 128 für Bad Pyrmont ermittelt worden, also exakt 506 Einwohner weniger, so Spiegel.

Da laut der Ordnungsamtsleiterin zahlreiche Kommunen ähnliche Erfahrungen gemacht hätten, zum Teil mit wesentlich höheren Abweichungen, habe der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen die in Betracht kommenden Kommunen zu einer Stellungnahme aufgefordert. „Wir haben Anfang Oktober dem Landesbetrieb mitgeteilt, dass wir das Zensusergebnis aufgrund der vorliegenden Daten nicht überprüfen könnten und daher anzweifeln,“ schilderte Spiegel weiterhin. Der Eingang dieser Stellungnahme sei nun am 5. November bestätigt worden. Aufgrund des derzeit hohen Bearbeitungsaufkommens werde eine Antwort Zeit in Anspruch nehmen, ließ man die Verwaltung wissen. „Wir werden also im November 2013 keine amtliche Einwohnerzahl festgestellt haben,“ prophezeit die Verwaltungsfachfrau.

Woraus sich die Differenz erkläre, sei seitens der Verwaltung aufgrund der fehlenden Informationen aus dem Landesbetrieb nicht ersichtlich und nachvollziehbar. Das Unterschreiten der Einwohnerzahl von 20 000 habe nicht automatisch zur Folge, dass die Stadt ihren Status als selbstständige Gemeine verliere, zerstreute Spiegel geäußerte Befürchtungen der politischen Seite. Unter Berücksichtigung des sich vielerorts auswirkenden demografischen Wandels werde wohl ohnehin die Berechnungsgrundlage für Status und Stellenplan überarbeitet werden müssen. Das Unterschreiten der Grenze von 20 000 Einwohnern hat dennoch einige Auswirkungen. Der Rat wird laut Stadtverwaltung um zwei Sitze kleiner und die Finanzzuweisungen vom Land werden reduziert. Auch das Gehalt künftiger Bürgermeister oder Bürgermeisterinnen falle geringer aus.

Aber auch wenn das Zensusergebnis Bestand haben wird, wird man bei der Stadt wohl auf eine Klage verzichten. „Das hat kaum Aussicht auf Erfolg“, machte Spiegel deutlich. Die Stadt weist auf ihrer Homepage zum Jahresende 2012 übrigens immer noch eine Einwohnerzahl von 20 563 aus.



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