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Wo Schweiß und Atemlosigkeit verbinden

Bad Pyrmont (cg/jl). „Will man laufen, dann läuft man Marathon. Will man was erleben, dann läuft man in Bad Pyrmont“, sagt Britta Giesen. Und wer es nicht besser weiß, könnte fast glauben, die 39-Jährige sei beim Pyrmonter Marathon für die Werbung zuständig. Aber Irrtum:

veröffentlicht am 01.08.2011 um 12:50 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 12:21 Uhr

Optimales Laufwetter krönt den schönsten Tag im Leben dieses Marathon-Paares, das MTV-Chef Detlef Briese hier interviewt.
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Bad Pyrmont (cg/jl). „Will man laufen, dann läuft man Marathon. Will man was erleben, dann läuft man in Bad Pyrmont“, sagt Britta Giesen. Und wer es nicht besser weiß, könnte fast glauben, die 39-Jährige sei beim Pyrmonter Marathon für die Werbung zuständig.

Aber, Irrtum: Als Gießen ihre Begeisterung in Worte fasst, ist sie gerade als Marathon-Siegerin der Frauen durchs Ziel gelaufen und stützt sich nun auf die Zweitplatzierte Ute Deters (43), die nur neun Sekunden nach ihr das Ziel erreichte. Deters stimmt ihr zu und beide Frauen lachen. Einen Großteil der Strecke haben sich die Athletinnen miteinander unterhalten, die sich vorher nicht kannten. Schweiß und Atemlosigkeit verbinden sie nun miteinander. Für den Abend verabreden sie sich zur „After-Run-Pasta-Party“, die auf der Hauptallee gefeiert wird.

Als eine von fast 1250 Läuferinnen und Läufern aus 14 Nationen ist Jo Anne Hass (44) aus Kanada zum 23. Bad Pyrmont Marathon-Landschaftslauf angereist. Sie lief als neunte Frau (von 331) und dritte ihrer Altersklasse ins Ziel. Schon zum sechsten Mal besucht die Lehrerin mit deutschen Wurzeln in Deutschland lebende Verwandte. Zum ersten Mal läuft sie nun den Marathon in Pyrmont und ist begeistert. „Hier fühle ich mich nicht als Tourist, Zuschauer oder Außenseiter“, freut sie sich. „Ich bin mittendrin und gehöre dazu.“

Zu Hause in Kanada läuft sie meist über Waldwege durchs Flachland. „Ich bin nicht schnell, aber ich habe Ausdauer“, beschreibt sie ihren Laufstil. Die Aussichten der Pyrmonter Strecke findet sie wunderschön. Dass die Marathonstrecke sie dabei über etwa 650 Höhenmeter führt, ist für sie eine gute Übung, denn am 21. August will sie beim Allgäu-Ultra-Trail über 69 Kilometer laufen.

Auch für ehemalige Pyrmonter ist der Lauf ein beliebter Treffpunkt. Der in Hannover lebende Patrick Wende reist seit Jahren mit Frau und vier Kindern an. Drei Familienmitglieder nehmen am Bambini-Lauf teil, zwei am Zehn-Kilometer-Lauf, und er selbst erlief sich den siebten Platz im Marathon. „Es macht Spaß, den Körper an die Grenzen zu bringen“, erklärt Wende, der im Alltag als Zahnarzt eher die Feinmotorik übt. Angereist aus der Uckermark ist auch die befreundete Familie Führling, die ebenfalls am Lauf teilnimmt.

„Meine Frau hat mich mitgezogen“, sagt Werner Müller (62) aus Hannover. Das ist allerdings schon über 20 Jahre her. Seine aus Löwensen stammende Frau Gisela schloss sich mit ihm der damals entstehenden MTV-Laufgruppe an, die später den Brunnenlauf organisierte. Schon beim ersten Marathon waren sie dabei. Seitdem ist dieses Ereignis ein wichtiger Programmpunkt im Kalender der Familie. Müller und seine Frau walken nicht nur. Sie und die beiden Söhne Andreas (32) und Thomas (28) sind in jedem Jahr am Auf- und Abbau der Laufstrecke beteiligt.

Aus der Nachbarstadt hat sich die Laufgruppe inklusive Bürgermeister Heinz Reker zum Zehn-Kilometer-Lauf eingefunden. Er läuft, „um mir den langen Atem zu verschaffen, den ich in der Politik brauche“, erklärt der Lügder Verwaltungschef.

Das Improvisationstalent der Veranstalter forderte indes Marathon-Sieger Elias Sansar heraus. Der 31 Jahre alte Bürokaufmann aus Detmold war so schnell, dass der Halbmarathon später starten musste. Denn sonst wären Sansar kurz vor dem Ziel über 300 Sportler entgegengelaufen. Dem Sieger, der allen davonlief, kam es denn auch weniger auf das Gemeinschaftserlebnis an. Er sucht vor allem den Erfolg. Andere indes suchten das Glück: Ein Liebespaar holte sich seine Startnummern in Brautkleid und Anzug ab. Und auch der Spaß kam nicht zu kurz: Die Laufgruppe aus der Partnerstadt Bad Freienwalde ließ sich bei der Pastaparty am Samstagabend die Tortellini schmecken.



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