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Rekord bei Briefwahl zum Bundestag

Wo geht‘s denn hier zur Landtagswahl?

BAD PYRMONT. Immer mehr Pyrmonter wollen bei der Bundestagswahl ihre Stimme noch vor dem Wahltermin abgeben und haben für einen neuen Rekord gesorgt. Allerdings ist damit nicht gesagt, dass auch die Wahlbeteiligung steigt.

veröffentlicht am 15.09.2017 um 14:07 Uhr
aktualisiert am 15.09.2017 um 18:30 Uhr

Patrick Lechner hat sich für die Stimmabgabe bei Helga Müller im Foyer des Pyrmonter Rathauses entschieden. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Bei der Briefwahl im Rathausfoyer herrscht großer Andrang, zeitweise bilden sich sogar Schlangen vor dem Tisch von Rathausmitarbeiterin Helga Müller. „Wir werden wohl heute noch die Zahl von 3000 Briefwählern erreichen“, teilte Bad Pyrmonts Wahlorganisator Walter Schlieker am Freitag mit. Der bisherige Rekord an Briefwähler ist bereits vor einigen Tagen eingestellt worden. Aufgerufen zur Wahl sind diesmal 15 238 Wahlberechtigte.

„Bei früheren Wahlen haben wir maximal 2800 Briefwähler gehabt“, so Schlieker. Erfahrungsgemäß wird ganz zum Schluss am Freitag vor der Wahl noch einmal ein Run einsetzen. Ob das größere Interesse an der Briefwahl auch zu einer höheren Wahlbeteiligung führen wird, ist allerdings völlig offen. „Das ist noch lange nicht gesagt“, warnt Schlieker. Vor allem ein geändertes Freizeitverhalten mache die Briefwahl für viele Wähler interessant. Auch vor vier Jahren war das Interesse an der Briefwahl groß, 2515 von 15 347 Wahlberechtigten nutzten damals die Möglichkeit, ihr Votum auf diese Weise abzugeben. Am Ende war die Wahlbeteiligung in Bad Pyrmont mit 66,63 Prozent aber bescheiden.

Täglich, so berichtet es Helga Müller, kommen Pyrmonter und fragen, ob sie auch schon für die Landtagswahl am 15. Oktober abstimmen können. Doch das ist zurzeit noch nicht möglich. „Wann wir damit starten können, hängt allein davon ab, wann wir die Stimmzettel bekommen“, so Schlieker, der davon ausgeht, dass dies Ende kommender oder Anfang übernächster Woche der Fall sein wird. Erst gestern haben landesweit die Wahlausschüsse über die Wahlvorschläge entschieden. Danach gilt eine Beschwerdefrist, erst danach können die Stimmzettel gedruckt werden.

Schlieker geht davon aus, dass die Briefwahl zur Landtagswahl erst nach der Bundesstagswahl starten kann. „Die Wahlbenachrichtigungen geben wir aber schon in diesen Tagen in die Post“, so der Wahlorganisator. „Wenn jemand schon jetzt weiß, dass er Briefwahl machen will, dann sollte er die Benachrichtigung gleich an uns zurückschicken, wir können uns dann sofort – auch am Wochenende der Bundestagswahl – darum kümmern.“

Wie per Brief gewählt werden kann: Am einfachsten ist die Stimmabgabe im Rathaus. Die Wähler können ihre Unterlagen im Foyer entgegen nehmen und hier auch gleich ihren Stimmzettel ausfüllen. Das geht von montags bis freitag von 8 bis 12.30 Uhr und freitags auch von 14 bis 16.30 Uhr. Voraussetzung ist die Vorlage der Wahlbenachrichtigung oder des Personalausweises. Wer es nicht ins Rathaus schafft, kann sich die Unterlagen per schriftlichen Antrag auch nach Hause schicken lassen oder die Briefwahl online unter www.stadt-badpyrmont.de (Rubrik: Politik und Rat, Wahlen) beantragen. Von letzterer Möglichkeit wird immer öfter Gebrauch gemacht. „Anfangs waren es nur einzelne, jetzt sind es schon mehrere hundert Wahlberechtigte“, so Schlieker.

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