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KVV sucht vor Machbarkeitsstudie zur Landesgartenschau Gespräch mit der Politik

„Wir wollen kein Geld verbrennen“

Bad Pyrmont. Die Landesgartenschau Niedersachsen, die vom 16. April bis zum 19. Oktober 2014 in Papenbug stattgefunden hat, reißt ein großes Loch in die Kasse der Werft-Stadt. Die Veranstaltung wird rund zwei Millionen Euro teurer als ursprünglich geplant, wie Papenburgs Bürgermeister Jan Peter Bechtluft jetzt bestätigt hat. Die Stadt müsse nun zusehen, wie der Verlust auszugleichen ist. „Das Minus war wegen unübersichtlicher Abrechnungen nicht früher aufgefallen. Jetzt soll ein Prüfer nachrechnen“, berichtet die „Ostfriesen-Zeitung“.

veröffentlicht am 16.01.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:16 Uhr

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Auch Kurt-Heinz Zühlke (CDU) hat diese Hiobsbotschaft aus dem hohen Norden vernommen. Der Vorsitzende des Pyrmonter Rates bekennt sich zwar grundsätzlich als Befürworter einer Landesgartenschau, rät aber angesichts der defizitären Haushaltslage und den bevorstehenden Millionen-Investitionen für Freienwalder Brücke oder Humboldt-Gymnasium, von einer geplanten Bewerbung für das Jahr 2022 die Finger zu lassen. „Das ist eine Größenordnung, zu der uns die finanzielle Leistungsfähigkeit fehlt“, warnt er.

Einst war geplant, dass sich Bad Pyrmont und Lügde gemeinsam um die Ausrichtung einer Landesgartenschau bewerben. Doch die Politiker der Osterräderstadt haben zwischenzeitlich ihr Interesse verloren, weil das Land Nordrhein-Westfalen keine Zuschüsse gewährt. Auch Niedersachsen wird das für Bad Pyrmont ehrgeizige Projekt finanziell nicht unterstützen. Allein deshalb gehen die Meinungen über eine solche Prestige-Veranstaltung auseinander.

10 000 Euro hat der Rat der Kurstadt für eine Machbarkeitsstudie zugesagt, 20 000 Euro will der Kur- und Verkehrsverein (KVV) aufbringen. „Dieses Geld ist fest zugesagt und steht zur Verfügung“, sagt die Vorsitzende Martina Tigges-Friedrichs. Doch eine Entscheidung, wann und ob diese Machbarkeitsstudie tatsächlich in Auftrag gegeben wird, sei noch nicht gefallen. „Wir wollen kein Geld verbrennen und warten erst einmal ab, wie sich die Fraktionen im Pyrmonter Rat positionieren“, erklärt Tigges-Friedrichs und kündigt an, das Gespräch mit den Parteien suchen zu wollen, „denn unser Konzept sieht deutlich anders aus, als das von Architekt Schreckenberg aus dem Jahr 2001“. Zudem solle zunächst noch ein Verein gegründet werden, der dann Spendenquittungen ausstellen könne und schließlich auch die Machbarkeitsstudie in Auftrag geben solle. Die KVV-Vorsitzende ist nach wie vor überzeugt, dass eine Landesgartenschau Bad Pyrmont gut zu Gesicht stünde und nachhaltig auf die Kurstadt wirken werde. „Wir wollen nicht nur den Kurpark als Ausstellungsfläche, sondern auch Flächen drum herum und das Gelände der ehemaligen Staatsbad-Gärtnerei nebst Palmenhäusern mit einbetiehen. Dann ließen sich die Häuser so in Szene setzen, dass es einen dauerhaften Effekt gibt“, glaubt Tigges-Friedrichs und betont: „Wir sind nach wie vor an diesem Thema dran, haben in diesem Jahr bloß noch keine Sitzung gehabt.“

Für Zühlke ist das alles nichts Neues. „Eine finanziell vertretbare Realisierung war wegen der städtischen Finanzkraft schon damals nicht möglich. Und daran hat sich bis heute nichts geändert“, sagt der CDU-Politiker. Er verweist auf die Vorhaben der Stadt und nennt neben Freienwalder Brücke und Gymnasium auch den geplanten Kreisel vor dem Bahnhof sowie die Sanierung der Sporthallen an der Süd- und Bahnhofstraße als dringliche Maßnahmen, die viel Geld kosten. Zühlke: „Das Desaster in Papenburg ist ein Signal mehr, die Finger von einer Landesgartenschau zu lassen.“

Auch die Anzio-Allee, die von der Südstraße zum Schloss und zum Kurpark führt, könnte Ausstellungsfläche bieten.jl



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