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Bei den Weltkulturerbeplänen Bad Pyrmonts demonstriert der Rat Einmütigkeit

„Wir wären nicht ganz bei Trost“

Bad Pyrmont. Bad Pyrmont strebt nach Höherem und das politisch in großer Einmütigkeit. Einstimmig hat der Rat erste Mittel freigegeben, damit die Stadtverwaltung sich darum kümmern kann, die Stadt gemeinsam mit zwölf weiteren europäischen Kurorten auf die Weltkulturerbeliste der Unesco setzen zu lassen. Zunächst muss Bad Pyrmont sich um eine Aufnahme in den Antrag bemühen.

veröffentlicht am 27.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 01:21 Uhr

Autor:

Hans-Ulrich Kilian
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Das Geld soll im weiteren Verfahren für Reisekosten, eine Broschüre, den Anteil an einem gemeinsamen Budget der Antragsteller, für Tagungen, Gutachten und Marketing verwendet werden. Immerhin müssen die Kurorte ihre „herausragende universelle Bedeutung“ nachweisen, wie es die Unesco in ihren Aufnahmekriterien für die Liste fordert.

„Wir haben die ganz große Chance, uns europaweit zu etablieren, ähnlich wie damals bei der Expo 2000“, begründete Udo Nacke, warum die CDU diesen Schritt mitgehen will. „Dafür müssen wir auch Geld in die Hand nehmen.“ Doch ganz so viel Geld, wie Dr. Dieter Alfter, der sich bei der Verwaltung um das Projekt „Weltkulturerbe“ kümmert, ursprünglich veranschlagt hatte, sollte es nicht sein. Aus den 101 000 Euro wurden – dem Vernehmen nach auf Betreiben von Nacke – 86 000 Euro. „Ich glaube, damit haben wir das rechte Maß gefunden“, kommentierte der Fraktionsvorsitzende den neuen Ansatz, auf den sich alle Beteiligten einigen konnten und mit dem auch Alfter leben kann. „Ich glaube, Dr. Alfter wird es schaffen, die Bevölkerung auf dem Weg mitzunehmen“, sagte Nacke.

„Wir wären nicht ganz bei Trost, wenn wir uns an dem Antrag nicht beteiligen würden“, machte Heike Beckord für die SPD deutlich und verwies darauf, dass laut einer touristischen Untersuchung 34 Prozent der ausländischen Besucher gezielt nach Deutschland reisen, um Welterbestätten zu besuchen. „Das sind immerhin 60 bis 70 Millionen Touristen.“ Beckord forderte jedes Ratsmitglied auf, das Vorhaben zu unterstützen, konkret auch bei der Suche nach Sponsoren zu helfen. Auf eine angemessene Gegenfinanzierung, so der Hinweis der Verwaltung, werde die Kommunalaufsicht wahrscheinlich bestehen. Und mit weiteren Kosten sei zu rechnen.

Wilfried Seibel (Bürgersinn), von Anfang an ein Befürworter der vom Heimatbund Bad Pyrmont angeregten Weltkulturerbepläne, sprach sich dafür aus, die Bemühungen nicht alleine der Stadtverwaltung zu überlassen. „Wir müssen alle Pyrmonter ins Boot holen. Wenn das nicht gelingt, dann wird es scheitern.“ Eine ernsthafte Alternative zu dem Antrag gebe es nicht.

Bürgermeisterin Elke Christina Roeder (SPD) betonte, dass die Aufgabe bei Museumsleiter Dr. Alfter in guten Händen sei. „Besser könnte es kein anderer tun.“ Sie berichtete, dass sie mit Niedersachsens Finanzminister Peter-Jürgen Schneider über die Pläne gesprochen habe. „Er ist relativ begeistert, muss aber noch das eine oder andere Gespräch führen.“ Dem Land gehören historische Pyrmonter Einrichtungen wie Kurpark, Hauptallee oder Kurtheater.



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