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Landkreis übergibt der Stadt den Planfeststellungsbeschluss zum Neubau der Freienwalder Brücke

„Wir sind einen wichtigen Schritt weiter“

Bad Pyrmont. Nach einem Jahr Vorbereitung und einem weiteren Jahr Prüfung hat die Stadt Bad Pyrmont seit Mittwoch den Planfeststellungsbescheid des Landkreises Hameln-Pyrmont zum Neubau der Bad Freienwalder Brücke auf dem Schreibtisch. „Wir sind damit einen wichtigen Schritt weiter, um schnellstmöglich die Erneuerung durchzuführen“, kommentierte der Leiter des Fachbereiches Bauverwaltung und Technische Dienste, Hans-Joachim Böhnke, die Fertigstellung des umfangreichen Dokuments. Der Planfeststellungsbeschluss ist ein Verwaltungsakt und Grundlage für die weiteren Schritte. „Wir haben diesen Beschluss nach ausführlicher Prüfung aller vorgebrachten Stellungnahmen und Einwendungen fertiggestellt“, so Sandra Lummitsch, Sprecherin der Landkreisverwaltung.

veröffentlicht am 03.09.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 07:41 Uhr

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Autor:

Hans-Ulrich Kilian
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„Bislang habe ich in dem Beschluss noch keine Überraschung gefunden“, zeigte sich Böhnke gestern zuversichtlich, dass der Neubau so wie geplant durchgeführt werden könne und wie er bislang auch in der Öffentlichkeit vorgestellt worden sei. Die Belange der Einwender seien bei einem Erörterungstermin besprochen worden und er persönlich glaube nicht, dass es zu Klagen kommen werde. Genau das war in der politischen Diskussion der vergangenen Monate immer wieder befürchtet worden.

Unmittelbar betroffen von dem Brückenbau sind Brigitte Preuß und Charlotte Ploenes von der Töpferei „Salzkothe“, die das Vorhaben der Stadt von Anfang an sehr kritisch begleiten. „Unser Rechtsanwalt hat den Auftrag, den Planfeststellungsbeschluss sehr genau zu prüfen. Sollten unsere Belange nicht ausreichen berücksichtigt worden sein, werden wir gegen den Beschluss Rechtsmittel einlegen“, sagte Ploenes auf Anfrage. Das betreffe vor allem die Erreichbarkeit ihres Grundstücks und den Hochwasserschutz während der Bauzeit und nicht zuletzt auch die Frage von möglichen Bauschäden an ihrem Gebäude.

Heilquellenschutz, Hochwasserschutz und Naturschutz nennt Böhnke als wichtige Aspekte, auf die die Stadt bei ihren Planungen von Anfang geachtet habe. Nicht zuletzt der Schutz der Heilquellen spielt bei Tiefbauvorhaben in Bad Pyrmont eine Rolle. Laut Böhnke gibt es einen Notfallplan für den Fall, dass bei den Gründungsarbeiten für die Brückenfundamente auf Quellwasser gestoßen wird und auf den auch der Kreis Wert lege. „In diesem Fall sind wir darauf vorbereitet, die Gründungsöffnungen zu verschließen. Nach den bisherigen Messungen und Probebohrungen werden wir die Quellwasser führenden Schichten aber nicht erreichen.“

Geplant ist, mit dem Abriss der alten Brücke im April oder Mai 2015 zu beginnen. Im Winter zwischen November und März müssen die Bauarbeiten wegen des Hochwasserschutzes beziehungsweise der Laichzeiten der Groppe unterbrochen werden, sodass dann mit dem Neubau unter Einbeziehung des alten Geländers und alter Steine im April oder Mai 2016 begonnen werden kann. Ziel sei es, die Brücke zum Herbst 2016 so weit fertigzustellen, dass sie befahrbar sei und im Frühjahr 2017 nur noch Restarbeiten notwendig seien.

Doch noch ist nicht klar, wann der Feststellungsbeschluss Rechtskraft erlangt. Vom 15. bis 28. September liegen die Unterlagen bei der Stadt Bad Pyrmont, bei der Gemeinde Emmerthal und beim Landkreis Hameln-Pyrmont zur allgemeinen Einsichtnahme aus. Außerdem stellt sie der Landkreis im selben Zeitraum ins Internet unter www.hameln-pyrmont.de/Verkehr/ Planfeststellung. „Im Anschluss an die vierzehntägige Auslegung beginnt für all diejenigen, über deren Einwendungen in dem Beschluss entschieden worden ist, eine Frist von einem Monat, in der gegen den Beschluss Rechtsmittel eingelegt werden kann“, heißt es in einer Mitteilung der Landkreisverwaltung vom Mittwoch. Man darf gespannt sein, ob von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht wird.

Hans-Joachim Böhnke mit einem dicken Ordner, der die Antragsunterlagen für das Planfeststellungsverfahren enthält. Insgesamt zwölf Exemplare gibt es davon.uk



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