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Hospiz-Verein Bad Pyrmont und das stationäre Hospiz Haus Bethesda kooperieren

„Wir helfen einander, weil es uns wichtig ist.“

Bad Pyrmont. Seit November 1994 existiert in Bad Pyrmont der Hospiz-Verein, in dem sich eine Vielzahl von Menschen zusammengeschlossen hat, die ein Interesse an hospizlicher Sterbebegleitung haben. Ihre ambulante Begleitung war vorrangig auf die in ihrer häuslichen Umgebung bleibenden sterbenskranken Menschen ausgerichtet. Da sich eine ambulante Begleitung nicht immer bis zuletzt ermöglichen lässt, initiierte der Verein Ende der 90er Jahre die Errichtung einer stationären Einrichtung. Im Jahr 2000 eröffnete das „Hospiz Mutter Anselma“ unter der Leitung des Thuiner Franziskanerordens.

veröffentlicht am 29.02.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 13:50 Uhr

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Autor:

von Klaus Titze
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Mit Beginn des Jahres haben die Thuiner Schwestern das Haus an eine gemeinnützige Gesellschaft abgegeben, sodass die Einrichtung nun unter dem Namen Agaplesion Haus Bethesda Hospiz geführt wird. Unter der neuen Leitung hat sich an der grundsätzlichen pflegerischen Ausrichtung nichts verändert. „Hauptamtliche leisten die notwendige palliative Betreuung schwerstkranker Menschen in einer sehr intensiven Lebensphase“, beschreibt Marianne Gehring, die pflegerische Leiterin der Einrichtung, und fügt an: „Darüber hinaus gibt es zahlreiche Aufgabenfelder, um die Sterbenden oder auch deren Angehörige zu begleiten, in ihren Ängsten und Sorgen aufzufangen oder auch einfach nur da zu sein.“

„Da kann das Mitwirken ehrenamtlicher Kräfte des Hospiz-Vereins eine wertvolle Ergänzung sein“, sprechen Bernhard Jess als Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft des Hospizes und die Vorsitzende des Hospiz-Vereins, Annette Kleine-Gödde, gemeinsam aus. Diese ehrenamtliche Arbeit ist ausdrücklich in den Richtlinien zur Ausgestaltung stationärer Hospize definiert und soll nun durch den Hospiz-Verein umgesetzt werden. Wie dies konkret ausgestaltet sein soll, beschreibt ein Kooperationsvertrag, der nun fertig ausformuliert von Jess und Kleine-Gödde im Beisein von Gehring und Regina Stelter, der Koordinatorin im Hospiz-Verein, unterzeichnet worden ist.

Für den Hospiz-Verein ergibt sich hier ein neues Tätigkeitsfeld mit einer etwas anderen Ausgestaltung als im ambulanten Bereich. In der ambulanten Hospizarbeit, wie sie bisher vorrangig von den Ehrenamtlichen des Vereins geleistet werde, seien die Ehrenamtlichen zumeist mit dem zu begleitenden Menschen und seinen Angehörigen in dessen häuslichem Umfeld allein und somit dem Anderen in besonderer Weise als persönlicher Ansprechpartner verantwortlich. Ambulante Hospizarbeit kann sehr anspruchsvoll sein und fordere viel Kraft, Zeit und das Einlassen auf den Sterbenden und seine private Situation. Darauf werden die Begleiter intensiv in Aus- und Fortbildungsmaßnahmen vorbereitet und in dem Netzwerk des Vereins supervisorisch aufgefangen. Im Gegensatz dazu seien Ehrenamtliche in der stationären Hospizarbeit in der Regel in ein Team mit hauptamtlich Pflegenden eingebunden. Die Aufgabenfelder können vielfältig sein und neben der persönlichen Begleitung eines einzelnen Gastes auch Angebote und Aktivitäten für mehrere Gäste darstellen. „Das kann über gemeinsames Backen, Singen oder Spielen bis hin zu gemeinsamen externen Unternehmungen gehen“, beschreibt Kleine-Gödde und stellt heraus, dass hier regelmäßig Zeit zur Verfügung gestellt wird. „Anwesend sein, zuhören, auf die individuellen Bedürfnisse der Bewohner des stationären Hospizes eingehen zu können oder auch hauswirtschaftliche Arbeiten im Hospiz zu übernehmen, dürfte wohl die Tätigkeit bestens beschreiben.“

„Zur Vorbereitung auf die ehrenamtliche Arbeit wird auch in diesem Jahr wieder durch den Hospiz-Verein ein Kurs angeboten, der ab dem 5. April im KOMM in der Lortzingstraße stattfinden wird“, weist Kleine-Gödde hin. Der Hospiz-Verein möchte durch diese Schulung neue Ehrenamtliche gewinnen, sowohl für die ambulante Arbeit als auch für den neuen Tätigkeitsbereich im stationären Hospiz Haus Bethesda. Die Schulung erfolgt in zwei Theorieblöcken mit wöchentlichen Terminen, verteilt von April bis Oktober und einem Praxisteil. In dem Kurs sind noch einige Plätze frei, Interesssenten sollten sich zeitnah melden, um entsprechend planen zu können. Nähere Informationen dazu gibt es durch die Koordinatorinnen des Hospiz-Vereins.

Wer sich dem Team der Ehrenamtlichen anschließen oder sich auch allgemein zunächst über diese Tätigkeit informieren möchte, kann sich montags von 15 bis 18 Uhr oder donnerstags von 9 bis 13 Uhr an den Hospiz-Verein im KOMM wenden oder sich auch im Internet unter www.hospizverein-badpyrmont.de informieren.



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