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Die Mischung macht’s: Rock im Schloss begeisterte mit Indie-Pop bis Traschmetall

„Wir hatten die komplette Palette“

Bad Pyrmont. „Die Leute sind supermotiviert und tanzfreudig, machen eine klasse Stimmung“, freut sich Björn Bruns, Veranstalter von Rock im Schloss. Kein Wunder, so treffen die zehn verschiedenen Bands beim 20-jährigen Jubiläum des Festivals schließlich fast jeden Geschmack der knapp 700 Besucher, vom Liedermacher bis zu Death Metal wird vieles geboten. Das Line-Up besitzt zudem einen „lokalpatriotischen Anstrich“, wie Bruns erklärt.

veröffentlicht am 15.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 06:21 Uhr

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Autor:

Wanja Leo Guenther
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So kommt die erste Gruppe „Vollversion“ aus Extertal und bringt Deutschrock im Gepäck mit; die Hamelner von „Mokephone“ dagegen spielen eine angenehme Mischung aus Rock, Pop, Blues und Reggae. „Schafe & Wölfe“ geben Songs mit deutschen Texten zu ihrem Besten, welche durch Einflüsse aus Indie, Rap und Elektro geprägt sind, wobei die Beurteilung des Gesangs aber eher Geschmackssache bleibt. Bei den Detmoldern „Hey Miracle“ stehen zum ersten und letzten Mal an diesem Abend auch zwei Frauen auf der Bühne, diese singen und spielen Bass. Zwischen den englischsprachigen Songs aus dem Alternative-Rockbereich fällt besonders ein instrumentaler Gitarrenrock-Song positiv auf.

Eine Ausnahme unter den Bands stellt ebenfalls der Liedermacher „Hannes Mehner“ dar, da er die gesamte Bühne für sich und seine Westerngitarre ganz alleine in Anspruch nehmen kann, was er in einem Stück auch stolz besingt. Mit seinen deutschen, meist humorvollen Texten erntet der Singer-Songwriter immer wieder Lacher aus dem Publikum. Der 17-jährige Marco meint zu Mehner: „Es ist sehr abwechslungsreich, dass er nicht nur Musik macht, sondern auch unterhält“. Mit der „Brudershow“ der beiden Bad Pyrmonter Bands „Adventure Phil“ und „Drei Akkorde Superstars“ steigt die Dezibelanzeige wieder kräftig an; zu dem Alternative-Rock mit krachigen Gitarrenriffs und vielen Powerchords bildet sich der erste Moshpit. Zwischendurch rufen die Musiker das Publikum dazu auf, ihre Becher auf die Bühne zu werfen, damit der Pfand an die wohltätige Aktion „Viva con Agua“ gespendet wird. Dass nicht gerade viele Becher auf der Bühne landen, liegt wohl weniger an mangelnder Spendenbereitschaft als an mangelnden Wurffähigkeiten.

Was die Härte der Musik angeht, so wird mit „A.M.E.S.“ aus Bad Pyrmont sicherlich der Höhepunkt erreicht. Der Death- und Trashmetall mit seinen wuchtigen Gitarrenriffs und dem tiefen Gesang trifft den Nerv des härteren Publikums, welches nun die Gelegenheit nutzt, sich physisch voll und ganz zu verausgaben. Dass das Quartett eigene CDs in die Zuschauermenge wirft, sorgt ebenfalls für einige Glücksmomente. Mit den Hamburgern von „Sonic State“ gibt es eine Band zu hören, die dem heimischen Publikum bereits unter dem Namen „Say Okay“ bekannt ist. Deren Pop-Rock beinhaltet Ohrwürmer, auf altbekannten Pop-Akkordfolgen basierend, sowie einige Cover. Sänger Anselm Jones macht das Springen, Posen und Richten der eigenen Haare sichtlich Spaß, während er dem Publikum schmeichelt: „Ihr könnt unglaublich toll singen“.

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Die Hamburger Band Sonic State.

Den Abschluss bilden mit „Razz“ die Jüngsten, welche einen englischsprachigen, leicht melancholischen alternativen Indie-Rock spielen. Die erwachsene Stimme und das Auftreten der Emsländer, die schon auf dem bekannten Hurricane-Festival spielten, kommen bei den Zuschauern gut an. „Die Bandauswahl war sehr bunt und das Niveau sehr hoch“, betont Björn Bruns, der sich herzlich bei den Sponsoren und Helfern bedankt. „Wir hatten die komplette Palette quer durch die Musikindustrie zu bieten und daher war für jeden etwas dabei“.

Was für Hartgesottene: Die Metallband A.M.E.S. auf der Bühne.wlg(3)



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