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Bürgermeister Blome hält erste Ansprache bei Feier zum 91. Gründungsjubiläum der türkischen Republik

„Wir alle werden gefordert sein“

Bad Pyrmont. „Wir wollen Demokratie“, betont Mustafa Aygün am Rande der Feier zum 91. Gründungsjubiläum der türkischen Republik im Pyrmonter Lindenhof. Aygün vom türkischen Kulturzentrum, Organisator der großen Feier, sieht mit großer Sorge auf die Tendenz im Lager des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, den Laizismus und damit die Trennung von Staat und Religion zu hintertreiben. Und wenn Mustafa Aygün sagt, „wir wollen Demokratie“, versichert er zugleich, im Namen aller „gebildeten Türken“ zu sprechen, wie er betont.

veröffentlicht am 04.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 21:21 Uhr

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Autor:

Carlhermann Schmitt
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Rund 500 Gäste feierten, dass Mustafa Kemal Pascha (Atatürk) am 29. Oktober 1923 die Republik ausgerufen hatte. „Und diesen Nationalfeiertag wollten wir nicht nur unter uns begehen, sondern gemeinsam mit allen, mit denen wir hier in Bad Pyrmont zusammenleben“, freute sich Mustafa Aygün über die gute Beteiligung bei dem Fest.

Bad Pyrmonts neuer Bürgermeister Klaus Blome, der am Samstag selbst den Grundstein für zukünftige Jubiläen legte, erinnerte in seiner Ansprache daran, dass von den 1686 Menschen mit Migrationshintergrund in der Kurstadt knapp 400 türkischer Abstammung seien, und freute sich, dass viele ehrenamtliche Kräfte in der Stadt sich der schwierigen Aufgabe der Integration annähmen. Dabei dankte er stellvertretend für alle Engagierten dem türkischen Kulturzentrum. „Dort ist man seit vielen Jahren nicht nur um die Belange der Landsleute bemüht, sondern lebt das friedliche Miteinander vor“, so der neue Verwaltungschef an seinem ersten Tag als Repräsentant Bad Pyrmonts.

Blomes Dank richtete sich auch an den Integrationsrat. Dann richtete der Bürgermeister wegen der aktuellen weltpolitischen Entwicklungen seinen Blick nach vorn. „Angesichts der vielen Flüchtlinge wird auch unsere Stadt Menschen aufnehmen, die nicht nur materieller Hilfe bedürfen, sondern besonders auch menschlicher Unterstützung. Wir alle werden gefordert sein.“ Und so rief er die Gäste im Lindenhof auf, aufeinander zuzugehen: „Offen, tolerant und ohne Vorbehalte. Dann eröffnet sich die Chance zum Kennenlernen, zu gegenseitiger Achtung und beiderseitigem Verständnis.“

Für Klaus Blome bot sich dann auch gleich eine Chance, Neues zu lernen, wurde er doch prompt in einen folkloristischen Tanz eingebunden, was ihm sichtlich großen Spaß bereitete. Doch Spaß hatten sie alle. Die Feiernden, die Ehrengäste und alle, die an der bunten Party im Lindenhof mitgewirkt hatten, denn sie sahen, dass ihr Programm bei allen Gästen richtig gut angekommen war.

Rund 500 Gäste feierten im Lindenhof das 91. Gründungsjubiläum der türkischen Republik.yt



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