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Polizei zieht Bilanz: Drei Menschen wurden 2015 bei 564 Unfällen tödlich, 20 schwer und 70 leicht verletzt

Wieder mehr Schwerverletzte

Bad Pyrmont. Die Anzahl der Verkehrsunfälle in Bad Pyrmont ist im vergangenen Jahr mit 564 Unfällen genau auf dem Stand des Vorjahres geblieben. „Dabei handelt es sich im Zehnjahresvergleich um die beiden höchsten Unfallgesamtzahlen“, zog Kommissariatsleiter Udo Nacke jetzt Bilanz für 2015.

veröffentlicht am 20.04.2016 um 14:57 Uhr
aktualisiert am 24.01.2019 um 15:02 Uhr

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Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Es war der 27. Juli des vergangenen Jahres, als sich zwischen Eichenborn und Kleinenberg ein schwerer Unfall ereignete. Eine 34 Jahre alte Mutter und ihre zehnjährige Tochter starben, als ihr VW Polo frontal mit einem Linienbus zusammenstieß. Ein Fahrfehler der Frau hatte dazu geführt, dass ihr Wagen außer Kontrolle geriet. Drei Wochen zuvor am 1. Juli kam zwischen Thal und Welsede ein Auto von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Der Fahrer, der wahrscheinlich krank war, zog sich so schwere Verletzungen zu, dass er drei Wochen später starb. Ein Mitfahrer wurde nur leicht verletzt. An diese beiden Verkehrsunfälle hat am Mittwoch der Leiter des Polizeikommissariats Bad Pyrmont, Udo Nacke, anlässlich der Vorstellung der Unfallstatistik für 2015 erinnert. Sein Fazit: Die Zahl der Unfälle in Bad Pyrmont war genau so hoch wie im Vorjahr und lag damit erneut auf dem höchsten Stand der vergangenen zehn Jahre.

564 Unfälle hat die Polizei aufgenommen. Dabei wurden drei Menschen tödlich, 20 schwer und 70 leicht verletzt. „Damit liegt die Zahl der schweren Unfallfolgen auf einem sehr hohen Niveau und noch über dem des Vorjahres“, so Nacke. Involviert waren vor allen Dingen Personenwagen aber auch Motorräder. Am 10. Dezember wurde auf der Dringenauer Straße der Fahrer eines Kleinwagens von der Sonne geblendet und übersah einen Motorradfahrer, der fast ungebremst auf den Wagen prallte. Bis heute habe der Biker sich nicht von den schweren Unfallfolgen erholt, weiß der Pyrmonter Polizeichef. Insgesamt zählten die Beamten im letzten Jahr fünf schwer verletzte Motorradfahrer.

Sieben Kinder und 24 Senioren (über 65 Jahre) erscheinen las Verletzte ebenfalls in der Unfallstatistik. Im November 2015 stürzte ein 13-Jähriger mit seinem Rad am Hagener Berg. Er war laut Polizei talabwärts mit viel zu hohem Tempo auf dem Radweg unterwegs und in einer Kurve gegen die Leitplanke geraten. Bei den insgesamt 16 Verkehrsunfällen, an denen Radler beteiligt waren, wurden fünf schwer verletzt.

Hauptunfallursache war laut Nacke zu geringer Abstand, gefolgt von der Missachtung der Vorfahrtsregelung und zu schnellem Fahren. Allerdings könnte die Zahl der Fahrer, die mit zu hoher oder nicht angepasster Geschwindigkeit unterwegs gewesen seien, noch deutlich höher sein als offiziell bekannt. In einem weiteren Punkt machen die Fahrer, die in Bad Pyrmont unterwegs waren und einen Unfall gebaut haben, keine Ausnahme im Vergleich mit ganz Deutschland: „Obwohl dies durch Unfallstatistik nicht belegt werden kann, gehen wir davon aus, dass viele Unfälle dadurch passieren, dass Fahrzeugführer durch Handybenutzung und Nutzung anderer elektronischer Geräte abgelenkt sind“, stellt Nacke fest.

Sehr häufig waren „Bagatellunfälle“ bei denen vorwiegend „Spiegel gegen Spiegel“ oder „Parkrempler“ passierten, angezeigt worden. „Hier hat sich als Schwerpunkt die Straße ,Auf der Schanze‘ als Unfallort herausgestellt, die im Sprachgebrauch schon als ,Spiegelallee‘ bezeichnet wird“, berichtet er. Nichtsdestotrotz seien sieben Fahrer auch bei erheblichen Sachschäden von der Unfallstelle geflüchtet. Von den Unfallfluchten mit Personenschaden hätten vier Fälle im Nachhinein durch die Polizei geklärt werden. Insgesamt sei die Aufklärungsquote aber deutlich geringer als im Vorjahr. „Besonders dreist war im Februar der Fahrer eines Mercedes, der auf der Polizeiwache erschien, um anzuzeigen, dass man ihm den Außenspiegel abgebaut und entwendet hatte. Es stellte sich heraus, dass der Mann selbst auf einem Parkplatz einen Unfall verursacht hatte, bei dem der Spiegel abgerissen war.“



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