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Kommunaler Ausschuss für Jugend macht den Verwaltungsausschuss dafür verantwortlich

Wieder kein Votum zur Skateanlage in Bad Pyrmont

BAD PYRMONT. Wie bereits zuvor im Bauausschuss, sahen sich die Kommunalpolitiker nicht in der Lage, eine Entscheidung für oder gegen den Standort einer neuen Skateanlage zu treffen. Da nutzte anscheinend auch nicht die Überzeugungsarbeit von Joris Kollenberg, der als Vertreter des Jugendparlaments mutig ans Mikrofon trat und mit einem geradezu idealen Standort nahe der Südhalle argumentierte.

veröffentlicht am 23.11.2021 um 11:00 Uhr

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Die Ausschussmitglieder applaudierten ihm zwar, ihr Stimmverhalten beeinflusste es jedoch nicht. Mit einer Gegenstimme (Carolin Muschter von INTAKT) schoben sechs weitere Mitglieder die Verantwortung dem Verwaltungsausschuss zu. Dieser tagt am Donnerstag in dieser Woche und hat laut Lars Torge Klemme, dem Fachbereichsleiter für Schule, Jugend und Kultur, das Thema als Beratungspunkt auch auf der Tagesordnung.

Zuvor hatte der Fachbereichsleiter aus der Verwaltungsvorlage eindringlich darauf aufmerksam gemacht, dass ein Verzögern des Bauvorhabens ebenso Probleme aufwerfen könne wie die Entscheidung für einen anderen Standort.

Bei der Suche nach einem anderen Standort müssten auch wieder Jugendliche in die Beratungen und Planungen mit einbezogen werden, planungsrechtliche Voraussetzungen würden bis zu eineinhalb Jahre das Projekt verzögern. Zudem wären erneute Planungskosten aufzuwenden.

Insbesondere beantragte Förderungen seien an Fristen, auch bezogen auf die Fertigstellung, gebunden. Manche Förderquellen würden gar versiegen, wie zum Beispiel auf Landesebene die Förderrichtlinie zur Schaffung von Jugendplätzen, die Ende Dezember 2022 ausläuft.

Als problematisch zeichnet die Vorlage auch auf, dass es eine Reihe von Spendern gebe, die ihr Geld möglicherweise unter der Maßgabe spendeten, dass die Anlage eben an dem geplanten Standort nahe der Südhalle errichtet wird. Ein Bau beispielsweise am alten Standort der abgängigen Anlage oder in Holzhausen könne Spender veranlassen, ihr Geld zurückzufordern, da ihr Wunsch, eben den von den Jugendlichen favorisierten Standort zu unterstützen, nicht erfüllt werde.

„Bislang sind mit hohem Engagement des Jugendparlaments rund 45 000 Euro zugunsten des Projekts vorhanden. Allein die bisherige Vorsitzende Anna-Lena Biedermann hat mehr als 60 Briefe verschickt und darin das Vorhaben begründet und um Hilfe gebeten“, schildert Klemme die von den Jugendlichen neben Workshops beigetragenen Aktivitäten.

„Wer jetzt noch gegen das Vorhaben stimmt, widerlegt seine Behauptung, etwas für die Jugend tun zu wollen“, so Uwe Brechbühler (WiR). Auf keinen Fall dürfe das gemeinsam mit viel Engagement der Jugendlichen erarbeitete Konzept nicht in die Tonne getreten werden. Das habe auch etwas mit Verlässlichkeit, bezogen auf politische Entscheidungen, zu tun, unterstützte Leonie Glahn-Ejikeme (Grüne) den Standort Südhalle.

Die Spendenaktion sei noch nicht abgeschlossen, so Klemme, denn als Drittmittel müssen laut Förderrichtlinie mindestens 100 000 Euro zusammengetragen werden. „Einfach toll wäre es, wenn jemand statt eines individuellen Weihnachtsgeschenks sich entschließen könnte, der Jugend von Bad Pyrmont zu solch einer lockenden Freizeitfläche zu verhelfen“, bietet sich Klemme als Ansprechpartner seitens der Stadtverwaltung an.

Unter dem Stichwort „Spende Skatepark“ können Spenden auf das Konto der Stadt DE35 2545 1345 0000 0000 18 überwiesen werden. Ideal wäre dabei die Angabe des Namens und der Adresse, weil dies aus kommunalrechtlichen Gründen gefordert werde. Diese Angaben können aber auch telefonisch unter 05281/949-140 an Lars Torge Klemme mitgeteilt oder per E-Mail an l.klemme@stadt-pyrmont.de geschickt werden.



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