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Heilbäderverband Niedersachsen tagt in der Kurstadt

Wie sieht Kur im 21. Jahrhundert aus?

BAD PYRMONT. Die Kur war einst mondän und die Heilbäder und Kurorte waren die Perlen des Landes. Damit dieses zumindest im Ansatz wieder erreicht werden kann, braucht die Kur nach der Auffassung des Heilbäderverbandes Niedersachsen eine Revitalisierung, die sie wieder für mehr Menschen attraktiv macht:

veröffentlicht am 25.04.2017 um 17:18 Uhr

Wollen gemeinsam die Kur als Marke neu positionieren und modern präsentieren: die Mitglieder des Heilbäderverbandes Niedersachsen. Foto: rar

Autor:

Ralph Arndt-Stricker
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„Wir müssen die Kur neu positionieren, ihr wieder ein positives Image geben“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende des Heilbäderverbandes, der Pyrmonter Kurdirektor Maik Fischer.

Als Zielgruppe setzen die Verbandsmitglieder dabei primär auf die „Traditionalisten der gehobenen Mittelschicht“, die klassischen Selbstzahler. Aber es sollen zusätzlich auch passende Angebote für das gesetzlich krankenversicherte Klientel kreiert werden. Der Zielgruppe der gesetzlich Versicherten sollen dann ergänzende (und kostenpflichtige) Angebote unterbreitet werden, die das Kurerlebnis aufwerten. Man müsse wegkommen von der Einstellung: „Zur Kur gehe ich nur, wenn ich krank bin“, so Fischer. Die Kur solle vielmehr wieder als Premiumprodukt wahrgenommen werden, drei Wochen dauern und für die Kunden so attraktiv sein, wie die aktuell massenhaft in Anspruch genommenen Kreuzfahrtprodukte. Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, haben sich im Jahr 2011 28 der 43 in Niedersachsen als Pro-prädikatisierten Kurorte zum Heilbäderverband zusammengeschlossen. So soll gemeinsam die Kur als Marke neu positioniert und modern präsentiert werden.

Zusätzlich soll auch der touristische Aspekt der Kur weiter ausgearbeitet werden. Hier arbeitet der Heilbäderverband kooperativ mit der Tourismus Marketing Niedersachsen GmbH zusammen. Doch wie der Verband in einer Pressemitteilung selbst betont, die notwendige Kompetenz, um die Kurorte wieder zu den einstigen Perlen des Landes zu machen, liegt in den Orten selbst.

Helena Rosien überreicht Maik Fischer die Auszeichnung für die Hufeland-Therme. Foto: rar
  • Helena Rosien überreicht Maik Fischer die Auszeichnung für die Hufeland-Therme. Foto: rar

So braucht es nicht nur eine gute Marketingstrategie, sondern auch eine vitale Infrastruktur und eine kompetente, zukunftsorientierte Verwaltung, die mit hinreichenden Mitteln ausgestattet ist.

Im Rahmen der Verbandstagung nahm Maik Fischer in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer des Staatsbades Pyrmont zudem eine Auszeichnung für die Hufeland-Therme entgegen. Die Therme wurde von der „Wellness Stars Deutschland GmbH“ mit fünf von fünf möglichen Sternen für die Bereiche Wasser- und Saunalandschaft, Massage- und Kosmetikabteilung und den Fitness-Bereich ausgezeichnet. Überreicht wurde die Auszeichnung von der Marketingassistentin des Heilbäderverbandes Niedersachsen e. V., Helena Rosien.

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