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Wirtschaftsjunioren schlagen befristete Einführung vor

Wie lässt sich Mindestlohn sozial gestalten?

Detmold. Die Wirtschaftsjunioren Deutschland begrüßen, dass Ausnahmen vom Mindestlohn rechtlich möglich sind. Das hat ein Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages ergeben. „Ausnahmen gerade für jüngere Menschen sind notwendig“, sagt Christian Wewezow, Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland. „Wir müssen Anreize erhalten, dass junge Menschen eine Ausbildung machen.“ Gleichzeitig warnen die Wirtschaftsjunioren davor, den Blick nur auf Jugendliche zu richten. „Grundsätzlich muss jeder die Chance haben, sich weiterzubilden und zu qualifizieren, ohne dass der Mindestlohn zum Bremsklotz wird“, pflichtet Michael Brune, Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren Lippe, bei.

veröffentlicht am 06.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 19:41 Uhr

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Im Mittelpunkt des Konzepts „Für einen Mindestlohn mit sozialer Verantwortung“ stehen deshalb alle Phasen der beruflichen Orientierung. „Unser Ziel ist es, den Mindestlohn sozial auszugestalten, wenn wir ihn schon nicht verhindern können“, betonen Brune und Wewezow. „Denn das Schlimmste wäre, den Menschen zu schaden, die im Moment nicht ausreichend qualifiziert sind, die sich aber weiterbilden wollen.“ Deshalb haben die Wirtschaftsjunioren auf der Grundlage der Erfahrungen der Verbandsmitglieder konkrete Vorschläge zusammengestellt.

Gerade für einen wirtschaftlich starken Standort wie Ostwestfalen-Lippe seien flexible Lösungen wünschenswert. „Es gibt Kommunen, die einen hohen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund haben. Diese Menschen habe es heute schwieriger im ersten Arbeitsmarkt, das ist Fakt“, so Brune. Aus Sicht der jungen Wirtschaft sollte das Augenmerk nicht nur auf Menschen mit geringen Deutschkenntnissen, sondern auch auf Wiedereinsteiger und Hochschulabsolventen ohne Berufserfahrung gelegt werden. „Niemand will diese Menschen ausnutzen“, sagt Brune. „Aber wir wollen, dass sie auch weiter Praktika zur Berufsorientierung machen können, wenn sie sonst keine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben.“ Zudem schlagen die Wirtschaftsjunioren vor, den Mindestlohn zunächst befristet für zwei Jahre einzuführen, in denen die Auswirkungen auf die Wirtschaft untersucht werden.pr



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