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Komödiantisch verblüffende Zaubertricks

Wie Gadget-Magier Cody Stone Leonie schweben ließ

BAD PYRMONT. Dem Internet lässt sich entnehmen, dieser junge Magier könne sogar Inseln verschwinden lassen. Das wäre doch die Gelegenheit gewesen, seine Anwesenheit in Bad Pyrmont für Großes ausnutzen zu können, gibt es gerade hier interessante Objekte wie abrissreife Villen, Brandschutzmängel oder gar einen Schuldenberg zu versetzen. In die Schwebe gerieten dann jedoch andere Personen und Gegenstände.

veröffentlicht am 15.09.2017 um 18:27 Uhr

Verblüffend nicht nur für die Angehörigen der achtjährigen Leonie ließ Stone das Mädchen von einem Tisch aus in die Höhe schweben. foto: ti
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Klaus Titze Reporter
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Im Kurtheater ging es weniger um die voluminösen, mehr um die kleineren, keinesfalls weniger interessanten Magiertaten, in denen vom Hannoveraner Cody Stone ins Programm eingeführte, alltägliche oder auch außergewöhnliche Gegenstände, in der Magiersprache Gadgets, eine wichtige Rolle spielten. Hierzu gehörten zum Beispiel die obligatorischen Spielkarten, ein tanzendes Tuch in einer großen Glasflasche, Fruchtgummis wie Apfelringe, Schnuller oder Kirschen oder eine kurios wirkende Unsinntechnik wie eine On-Out-Maschine, die sich mit einem mechanisch erscheinenden Arm nach dem Einschalten selbst wieder ausschaltete.

Mit derartigen komödiantischen Einlagen, auch inmitten des Publikums dargeboten, wie auch humorvollen Dialogen hatte Stone die Menschen in dem nur halb gefüllten Kurtheater von Anfang an auf seiner Seite. Allein schon die spaßige Form seiner aus dem Publikum ausgewählten Assistenz erheiterte seine Gäste immer wieder. Wohlfühlstimme und seine lächelnde Art ließen die Auserwählten in keinem Fall widerstehen.

So erlebte Sven seinen persönlichen Zaubererfolg, als er die vom „mental beeinflussten“ Publikum lautstark geforderte Herz-Acht unter seinem Po hervorziehen und präsentieren konnte. Jenny und Patrick bestätigten Berührungen gespürt zu haben, obwohl aus dem Theatersaal eindeutig keine reale Berührung beobachtet worden war. Auf Adelheids Wunsch „würgte“ Stone Fruchtgummikirschen, die er zuvor mit einem Apfelring und Schnuller heruntergeschluckt hatte, wieder hervor und präsentierte sie an einer Kette hängend den Staunenden in den Sitzreihen.

Nach einem in den Saal geschossenen Rauchkringel schwebte ein aufgeblasener Haifisch-Ballon über die Köpfe hinweg in Richtung Bühne, an dessen Maul sich ein 20-Euro-Schein befand, dem der Magier zuvor eine Ecke abgerissen und den er vor den Augen des Publikums verbrannt hatte. Verblüffend nicht nur für die Angehörigen der achtjährigen Leonie ließ Stone das Mädchen von einem Tisch aus in die Höhe schweben. Für die mutige Leonie ein sicher unvergessliches Erlebnis.

Gänzlich beeindruckt steigerte sich das Publikum in johlenden Applaus, als Cody Stone, lediglich an den Ecken einer Tischdecke anfassend, einen Biedermeiertisch vor sich herschweben ließ. Dabei nutzte er nicht nur die gesamte Ausdehnung der Bühne, sondern holte sich noch „Verstärkung“ aus dem Saal. Auch sie fasste beherzt die beiden Ecken der Tischdecke auf der gegenüberliegenden Seite und lugte ungläubig unter dem schwebenden Tisch in Richtung des Magiers. Mit vielen Fragezeichen im Kopf entließ Stone völlig begeisterte Menschen aus der Magieratmosphäre in die kühle Wirklichkeit.

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