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Manfred Mazet überbrachte Infos übers Winter-Weihnachts-Wochenende in Kaliningrad

Wie ein Kapitän in Russland für Pyrmont wirbt

Bad Pyrmont (Hei). Auf seinem 10 000-Tonnen-Container-Schiff „Anke Ehlers“ transportiert Kapitän Manfred Mazet, regelmäßig Lasten nach Russland. Als er im Januar wieder die Tour übernahm, hatte er eine besondere Botschaft mit an Bord: Eine Rede von Zar Peter dem Großen, ins Deutsche übersetzt von dessen Kanzler Golowkin. Und das liegt daran, dass der Seemann im vergangenen Jahr nach Bad Pyrmont zog.

veröffentlicht am 05.05.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 01:41 Uhr

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Allerdings waren es keine echten Dokumente, sondern nur Papiere aus dem Regiebuch des Vereins „Fürstentreff“, unter Beteiligung der Mitglieder Wolfgang Bretz (Zar) und Peter Ediger (Kanzler). Nachdem nämlich Manfred Mazet als geschichtlich interessierter Pyrmonter Neubürger Kontakt zu dem Verein und der Vorsitzenden Heidi Bretz aufgenommen hatte, wurde die Idee geboren, dass er als Botschafter der Kurstadt für die Veranstaltung und den Verein im fernen Russland, der Heimat des berühmten Kurgastes Zar Peter, werben könnte. Auch die Tatsache, dass St. Petersburg inzwischen aus seiner Route gestrichen wurde, konnte den Kapitän nicht von seinem Plan abbringen.

Und er fand eine echte Alternative. In Kaliningrad, dem früheren Königsberg, gibt es das Deutsch-Russische Haus, das getragen wird von der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ). Die Kontakte dorthin knüpfte Mazet über die örtliche Immanuel-Kant-Universität. Und weil die deutschstämmige, in Russland geborene Mitarbeiterin des Hauses, Olga Fuhrmann, akzentfrei Deutsch spricht, war es für Mazet ein Leichtes, ihr sein Anliegen vorzutragen und die Botschaft zu überreichen, zu der auch eine PN-Ausgabe mit einem Bericht über das Zar-Peter-Winter-Weihnachts-Wochenende des „Fürstentreff“ gehörte.

„Das Deutsch-Russische Haus ist als Begegnungsstätte auch ein kulturelles Zentrum. Daher gibt es sicher einige Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen und vielleicht sogar einmal gegenseitige Besuche zu arrangieren“, betonte Mazet nach seiner Rückkehr von der Schiffsreise.

Die hatte übrigens noch einen kleinen Nebeneffekt: Als der Kapitän in der Historischen Putzkammer des Fürstentreff von seinem Besuch in Kaliningrad erzählte, wurde Renate Bonse, ein neues Mitglied des Vereins, hellhörig: Ihr inzwischen verstorbener Mann Dieter Bonse war 1993 als Bauleiter maßgeblich an der Errichtung des mit deutschen Mitteln gebauten Deutsch-Russischen Hauses beteiligt.

Die Fürstentreff-Vorsitzende Heidi Bretz will indes nicht warten, bis Kaliningrad sich meldet. Sie plant, gemeinsam mit ihrem Mann Wolfgang als Passagiere auf der „Anke Ehlers“ mitzufahren und dann im ehemaligen Königsberg persönlich das Deutsch-Russische Haus zu besuchen.



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