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Zellbiologin Dr. Melina Schuh bekommt 2019 Leibniz-Preis

Wichtigster Wissenschaftspreis für Forscherin aus Bad Pyrmont

BAD PYRMONT. Die aus Bad Pyrmont stammende Göttinger Forscherin Dr. Melina Schuh ist am Freitag von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) als Trägerin des renommierten Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preises 2019 bekanntgegeben worden. Er gilt als wichtigster deutscher Wissenschaftspreis.

veröffentlicht am 07.12.2018 um 15:39 Uhr
aktualisiert am 07.12.2018 um 19:55 Uhr

Die Zellbiologin Dr. Melina Schuh kann sich über den Leibniz-Preis freuen. Foto: © Irene Böttcher-Gajewski / MPI für biophysikalische Chemie
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Die mit 2,5 Millionen Euro dotierte Auszeichnung wird die 38 Jahre alte Direktorin am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie der Uni Göttingen am 13. März 2019 in Berlin entgegennehmen können. Dr. Schuh erhält den Preis für ihre wegweisenden Arbeiten zur Entwicklung befruchtungsfähiger menschlicher Eizellen.

Im Fokus steht dabei das ganz frühe Reifungsstadium von Eizellen, die Meiose. Mit Hilfe leistungsstarker Lichtmikroskope gelang es ihr und ihrem Team, den Prozess der Chromosomentrennung zum ersten Mal direkt live in unbefruchteten menschlichen Eizellen zu verfolgen. Diese Beobachtungen ermöglichen der Biochemikerin eine bessere Analyse der Ursachen von Unfruchtbarkeit, Fehlgeburten und Krankheiten wie etwa der Trisomie 21. „Unsere Erkenntnisse tragen dazu bei, besser zu verstehen, wie befruchtungsfähige Eizellen entstehen und warum Kinder älterer Frauen häufiger unter Chromosomenanomalien leiden als die jüngerer“, sagt die Leibniz-Preisträgerin, die selbst drei Kinder hat. „Dieses Wissen könnte zukünftig helfen, Frauen in ihren späten 30ern und frühen 40ern ihren Kinderwunsch zu erfüllen.“

Nach dem Biochemie-Studium in Bayreuth promovierte Melina Schuh 2008 am Europäischen Molekularbiologie Laboratorium (EMBL) in Heidelberg. Im Anschluss wechselte sie als Gruppenleiterin an das MRC Laboratory of Molecular Biology in Cambridge (Großbritannien). Seit 2016 leitet sie die Meiose-Abteilung am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen.

Die DFG zeichnet zehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus. Nominiert waren 122 Forschende. (red/jl)



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