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Auch in Bad Pyrmont Fälle bekannt

Western Union entschädigt Betrugsopfer

BAD PYRMONT. Die Firma Western Union entschädigt Kunden, die als Opfer von Betrugsdelikten Zahlungen via Western Union geleistet haben. Nach Ermittlungen US-amerikanischer Behörden stimmte Western Union zu, Entschädigungszahlungen zu leisten. Auch in Bad Pyrmont gibt es Fälle, auf die das zutrifft.

veröffentlicht am 03.02.2018 um 12:00 Uhr

Die Firma Western Union entschädigt Kunden, die als Opfer von Betrugsdelikten Zahlungen via Western Union geleistet haben. Nach Ermittlungen der US Federal Trade Commission, dem Department of Justice und des US Postal Service stimmte Western Union zu
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Darauf hat Detlef Briese von der Pyrmonter Polizei am Freitag hingewiesen. Bei den Abzockmaschen gaben sich die Betrüger den Opfern gegenüber als Familienmitglieder, Strafverfolger oder auch vermeintliche Support-Mitarbeiter von Firmen wie Microsoft aus. Sie baten um finanzielle Hilfe, drohten mit Ermittlungen oder versprachen Gewinne, Kredite oder einen Arbeitsplatz.

In Bad Pyrmont war zuletzt der Fall einer damals 92 Jahre alten Frau bekannt geworden. Ein Anrufer gab sich ihr gegenüber als Staatsanwalt Dr. Loch aus und drohte mit Kontopfändung, weil die alte Dame bei einer Firma 3000 Euro Schulden hätten. Der Anrufer bot ihr an, ihr vorgebliches Problem zu lösen, wenn sie 400 Euro per „Western Union“-Transfer an eine Juristin in der Türkei zahle. Nur einem wachsamen Postbankmitarbeiter hatte es die 92-Jährige damals zu verdanken, dass die Überweisung nicht zustande gekommen ist. „Das Geld wäre weggewesen und wie in allen anderen gleich gelagerten Fällen war es bislang völlig aussichtslos, es zurückzubekommen“, berichtet Briese. Er hat bereits mit Betrugsopfern gesprochen, die nun ihre Ansprüche geltend machen können. „Die Polizei kann aber nur auf diese Möglichkeit hinweisen, alles andere müssen die Betroffenen selber regeln.“

Wer überzeugt ist, dass ein Bargeldtransfer über Western Union im Zeitraum zwischen dem 1. Januar 2004 und dem 19. Januar 2017 einen betrügerischen Hintergrund hatte, kann eine Rückzahlung beantragen. Allerdings drängt die Zeit, denn die mit Western Union vereinbarte Frist läuft nur noch bis zum 12. Februar. Danach verfällt der Anspruch. Insgesamt stellt Union Western 586 Millionen Dollar zur Verfügung.

Einige Opfer des Betrugs wurden von der Kanzlei Gilardi & Co. angeschrieben und mit den nötigen Unterlagen versorgt. Auf einer eigens eingerichteten Website mit einem teilausgefüllten Formular in englischer Sprache können sich mutmaßliche Opfer aber auch selbst melden.

Weitere Information hat die Polizei ins Netz gestellt:



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