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Straßensperrung wirft Fragen auf

„Wenn was passiert, kann das übel ausgehen“

BAD PYRMONT. Noch keine Entscheidung: Zur geplanten Sperrung der Oesbergstraße und des Jägerwegs gibt es viele Fragen,die bis zur Sitzung des Ortsrates Löwensen von der Verwaltung beantwortet werden sollen.

veröffentlicht am 16.08.2017 um 13:47 Uhr
aktualisiert am 16.08.2017 um 15:45 Uhr

Mehr idyllischer Waldweg als Straße: Der Jägerweg Richtung Luisenstein dient bisher als Verbindung zwischen Bad Pyrmont und Friedensthal. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Die von der Forstverwaltung beabsichtigte Vollsperrung eines Teils der Oeserbergstraße und des Jägerwegs Richtung Löwensen/Friedensthal für Motorräder und Autos wäre nach Ansicht von Löwensens Ortsbürgermeisterin Sieglinde Patzig-Bunzel für die Anwohner der Straße „Am Luisenstein“ sehr problematisch. Das sagte die SPD-Politikerin am Dienstagabend im Forstausschuss.

Wie berichtet, wollte die Forstverwaltung die Straße im Zuge von Flächenbereinigungen an die Stadt übertragen. Doch die lehnte dankend ab, weil sie die Kosten für den ihrer Ansicht nach zu teuren Ausbau zu einer öffentlichen Straße nicht übernehmen will. Die Forstverwaltung natürlich auch nicht und dieser Auffassung hat sich der Vertreter der niedersächsischen Landesforsten angeschlossen. So lassen will die Stadtforst den Zustand der Fahrbahn aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht aber auch nicht. „Wenn dort etwas passiert und die Unfallursache lässt sich auf den Zustand der Straßen zurückführen, dann kann das richtig übel ausgehen“, warnte Stadtforstleiter Uwe Schenkemeyer und betonte seine persönliche Verantwortung für so einen Fall. Darum soll die Strecke künftig nur noch als Forstwirtschaftsweg dienen.

Patzig-Bunzel hatte sich eigens für den Forstausschuss als Ersatzmitglied einwechseln lassen, um zu der geplanten Sperrung Stellung zu nehmen. Sie sprach von einer „schwierigen Situation. „Etwas überzogen gesagt, wären die Anlieger des Luisensteins künftig gezwungen, eine große Schleife durch das gesamte Friedenstahl zu fahren, um zu ihren Häusern zu kommen“, gab sie zu bedenken. Sie berichtete, dass sie nach der Bericht über die Pläne in den PN diverse Anrufe von besorgten Anwohnern erhalten habe, darunter auch Ärzte, die den durch den Wald führenden Weg als kürzeste Verbindung zum Bathildiskrankenhaus nutzten.

Doch was würde der Ausbau der Oesbergstraße und des Jägerwegs kosten? Eine Antwort darauf gab es in der Sitzung nicht. Schenkemeyer sprach lediglich von einer Mindestbreite von 5,50 Meter, einer 60 Zentimeter tiefen Tragschicht, von Rabatten, einer möglichen Beleuchtung und vage von einem sechsstelligen Betrag. „Muss das alles so sein?“, fragte sich darauf hin Alwin Steinmeyer (CDU), und Detlef Malzahn vom Seniorenbeirat sprach gar von einem „Luxusausbau“ und schlug vor, alles so zu belassen und entsprechend auszuschildern, so wie in anderen Kommunen auch. Von Unfällen mit Fahrzeugen auf dem Abschnitt ist Schenkemeyer nichts bekannt.

Entschieden wurde ohnehin noch gar nichts – anders als von der Verwaltung vorgesehen, die eine Beschlussvorlage erarbeitet hatte. Das wollte in der Runde allerdings niemand. Vorher wird sich der Ortsrat Löwensen mit dem Thema befassen. Das war auf Bitten von Patzig-Bunzel ohnehin geplant. Bis dahin sollen Kosten für einen Ausbau errechnet und eine Reihe in der Siztung aufgeworfene offener Fragen und Anregungen – etwa die nach einer möglichen Einbahnstraßenregelung – beantwortet und überlegt werden.



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