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Mörderisches Vergnügen mit der Pyrmonter Krimi-Autorin Lucie Flebbe

Wenn Romanfiguren lebendig werden

Bad Pyrmont. Lila Zieglers Tage sind gezählt. Die junge flippige Privatdetektivin, seit fast zehn Jahren und sieben Büchern die Romanheldin der Pyrmonter Krimi-Autorin Lucie Flebbe, wird schon bald ein „dramatisches Ende“ finden. Mehr wollte Lucie Flebbe bei ihrer jüngsten Autorenlesung nicht verraten. Nur soviel: „Bis dahin wird im nächsten und vielleicht auch übernächsten Buch noch viel mit Lila passieren. Es bleibt weiter spannend.“

veröffentlicht am 04.04.2016 um 19:46 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 10:35 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Auch das Ende ihres jüngsten Buches „Prinzenjagd“, das die Schriftstellerin im Lesesaal des Staatsbades vorstellte, wollte sie nicht preisgeben. Aber mit Lilas ungewöhnlicher Art, Kriminalfälle zu lösen, unterhielt sie auch dieses Mal ihre Zuhörer gut. Eigentlich hat Lucie Flebbe eine große Familie mit fünf Kindern und ist von Beruf Physiotherapeutin, doch seit 2008 bestimmt die originelle Lila einen Teil ihrer Nächte. Dann nämlich schreibt Lucie Flebbe ihre Bücher.

Zu Beginn ihrer Lesung gab sie den Zuhörern einen Überblick über die Geschichte von Lila Ziegler, der auf dem Weg in eine gutbürgerliche Anwaltslaufbahn die Chance dazwischen kommt, als Detektiv-Azubi ein aufregenderes Leben zu führen. Die „Prinzenjagd“ beginnt blutig mit einem Sack in der Mülltonne, aus dem Hände und fusselige Haare ragen. Der Mord an einem Koch in einem Bochumer Hotel gibt Rätsel auf, die Lila und ihr Chef, Privatdetektiv Danner, lösen wollen. Offenbar ein Serientäter, denn der zweite Mord folgt bald. Doch Ermittlungserfolge lassen auf sich warten, stattdessen ist Danner plötzlich verschwunden.

In jedem ihrer Bücher beschreibt Lucie Flebbe besondere Schauplätze und lässt Lila beim Pflegedienst, im Obdachlosenmilieu oder im Krankenhaus recherchieren. Dieses Mal in einem Bochumer Hotel, in dem Menschen mit Handicaps beschäftigt sind. Lucie Flebbe bringt einen Vorteil mit, den nicht jeder Autor zu bieten hat: Sie trägt spannend und ausdrucksvoll vor, erweckt ihre Figuren auch für den Zuhörer zum Leben. Es ist ein mörderisches Vergnügen, ihr zuzuhören.

Der nächste Band über Lila erscheint noch dieses Jahr, doch bald wird Lucie Flebbe versuchen, eine neue Figur zu erfinden. Gar nicht so einfach, denn die Autorin stellt Ansprüche an ihre Gestalten: „Es müssen sich spannende Geschichten mit ihnen erzählen lassen. Und ich möchte gerne in Bochum als Schauplatz bleiben. Da fühle ich mich nach zehn Jahren mit Lila inzwischen heimisch.“

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