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Holzhausens neuer Seelsorger Reinhard Kiparski redet bei seinem Einführungsgottesdienst Klartext

„Wenn nötig, nehmen Sie den Pastor beherzt zur Brust“

Bad Pyrmont. Klartext gesprochen hat der neue Pastor der St. Johannesgemeinde Holzhausen-Hagen gleich zu Beginn seiner Amtszeit. Reinhard Kiparski (53) machte den Besuchern des Einführungsgottesdienstes klar, dass er keine Kirche wolle, in der es Mitarbeiter erster und zweiter Klasse gebe – hier den Pastor und dort den Besuchsdienst – , sondern eine Gemeinschaft Gleichberechtigter, in der auch mal geschwisterlich und fair miteinander gestritten werden dürfe.

veröffentlicht am 27.08.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 18:41 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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„Wenn nötig, können Sie den Pastor beherzt zur Brust nehmen, wenn ihnen etwas nicht gefällt“, ermunterte Kiparski die Gläubigen in der gut gefüllten Kirche. Er werde auch den Rat einiger Gemeindemitglieder beherzigen, „die auf dem Hagen“ nicht zu vergessen, versprach der Geistliche. Achtsam miteinander umzugehen, offen zu sein für neue Wege, dabei aber Christus als Mitte nicht zu verlieren: Das sehe er als Aufgabe für die ganze Gemeinde.

Zuvor hatte Superintendent Philipp Meyer die offizielle Einführung des neuen Gemeinde-Pastors vorgenommen. Bei der Segnung waren drei der vier Kinder von Reinhard Kiparski, Sarah (18), Marijke (16) und Niklas (22), in die liturgische Handlung eingebunden. Und auch die Lebensgefährtin des Pastors, Susanne Brigsne, wurde in den Grußworten der Gäste und von den Gruppen der Gemeinde herzlich willkommen geheißen.

Für den Kirchenvorstand begrüßten Kerstin Röwer und Elke Schunke den Geistlichen, vom Gemeindebeirat gab Günther Lochno dem Holzhäuser Neubürger einige „Orientierungshilfen“ mit auf den Weg: Einen Stadtplan, eine Karte für die Therme und einen Gutschein für ein Eiscafe. Den Frauengesprächskreis vertrat Theresia Schaub, und für die jüngsten Mitglieder der Gemeinde, 100 Kita-Kinder, überreichte Leiterin Kristine Vaatz ein Mini-Bäumchen. Als ökumenischer Kreis nahmen die übrigen Pyrmonter Geistlichen, die teilweise die Vakanzzeit in Holzhausen überbrückt hatten, den neuen Amtsbruder in ihren Reihen auf.

Mit den Songs „Oh happy day“ und „Möge Gott seine schützende Hand über dich halten“ drückten die Mitglieder des Gospelchores die Gefühle aus, die sicher viele Gemeindemitglieder bewegten. Geleitet von Hannelore von der Heide und am Klavier begleitet von Michael Mattes, sang der Chor mit spürbarer Freude seine Lieder. Das letzte Wort hatte Bürgermeisterin Elke Christina Roeder. Die Pyrmonter, also auch die Holzhäuser, seien zwar „manchmal anstrengend“, aber doch ein besonders nettes Völkchen, befand sie und wünschte sich und der Bevölkerung: „Bleiben Sie recht lange hier“.



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