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Der „Kaninhop“-Parcours war die Attraktion bei der Emmertal-Kaninchenschau in Löwensen mit 244 Tieren

Wenn Manni keine Lust hat, übers Hindernis zu hüpfen

Löwensen. Es riecht angenehm nach Heu und trockenen Blättern. Und auch ein bisschen nach Tier. Denn im Dorfgemeinschaftshaus von Löwensen hocken nicht weniger als 244 Kaninchen mümmelnd in ihren Käfigen. Die Stimmung ist unaufgeregt und irgendwie gemütlich. Mit stoischer Ruhe lassen die kuscheligen Tiere die Prozedur des Begutachtens und immer wieder Angeschautwerdens über sich ergehen, setzen sich in Positur – oder auch nicht –, wackeln mit der Nase, lassen sich auch streicheln. „Es ist aber schon Stress für die Tiere“, sagt Karl-Heinz Vogt, Kreisverbandsvorsitzender und heute erster Vereinsmeister mit der besten Häsin der Schau, Rasse Kleinsilber gelb.

veröffentlicht am 24.10.2010 um 18:09 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 01:21 Uhr

Geschickt meistert dieser Chinchilla-Farbenzwerg die Herausforde

Autor:

Dagmar Nickelsen
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Jedes Tier hat eine Nummer ins Ohr tätowiert, „der Personalausweis des Kaninchens“. Da sitzen sie nun, jeweils der Stolz ihres Züchters, die Punktzahl und das Prädikat am Käfig angebracht. Satin-Elfenbein zum Beispiel: Das Fell des Tiers schimmert wie ein Brautkleid. Oder die roten Neuseeländer: seidenweich und von wunderschöner Farbe. Ebenfalls zu sehen sind die Widder mit ihren Schlappohren, Hasenkaninchen mit dem Körperbau eines Feldhasen, Russen, Chinchilla, Alaska, Kleinsilber, Wiener, Rexe, Schecken – jedes Tier mit seinen rassentypischen Besonderheiten, die von strengen Preisrichtern beäugt werden.

Hartmut Reese, Vorsitzender des gastgebenden Vereins, ist zufrieden: „Alles hat gut geklappt, die Organisatoren haben alles super gemacht“, sagt er. „Auf die hohe Zahl von Tieren sind wir schon stolz.“ Die Teilnehmer kommen zum Beispiel aus Minden, Rinteln, dem ganzen Weserbergland und sogar aus Magdeburg.

Klar, dass der Verein viele Besucher braucht, denn es steckt ein großer Aufwand hinter so einer Schau. Besuchermagnet ist jedenfalls „Kaninhop“, ein Sport für die Mümmelmänner, den sich findige Skandinavier schon vor etwa 25 Jahren ausdachten, damit ihre Tiere nicht so fett werden.

Seit fünf Jahren wird der Nager-Sport auch in Deutschland immer populärer, und so können die Besucher auch in Löwensen dem Hörstmarer Verein mit seinen Matadoren beim Kaninhop zusehen. Der Parcours ähnelt dem der Pferde, nur in Miniausführung. Die Tiere werden in kleinen Geschirren an der Leine geführt und springen mal mit mehr und mal mit weniger Verve über die kleinen Hürden.

„Manni“ ist jetzt dran, es ist aber auch mit gut Zureden oder zartem Kraulen am Po nichts zu machen: Manni will nicht hopsen. Dafür saust der nächste Kandidat, ein Zwergwidder, los, als wäre der Fuchs hinter ihm her, und nimmt alle Hindernisse mit Bravour.

1. Vereinsmeister Karl- Heinz Vogt mit seiner Häsin, 3. Vereinsmeister Ernst Westedt mit seinem Roten Neuseeländer, 1. Jugendvereinsmeister Luca Tobias Reimers (10 Jahre) mit seinem Zwergwidder, 2. Vereinsmeister Helmut Scheithauer mit Kleinsilber schwarz. Dahinter der geehrte Züchter Norbert Fuchs und Heinz Müller, der seit zehn Jahren im Verein ist. Ganz hinten: der Vorsitzende Hartmut Reese.



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