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Warum und wann sich das Staatsbad entscheidet, aus dem Schlosshof ins Konzerthaus umzuziehen

Wenn ein Unwetter droht

Bad Pyrmont. Das Cateringteam konnte am wenigsten dafür, aber dort hat das enttäuschte Publikum, dass sich auf einen Konzertabend mit Julia Neigel und Max Mutzke im idyllischen Schlosshof gefreut hatte, dann aber mit dem Konzerthaus vorlieb nehmen musste, seinen Ärger abgeladen. Wegen einer drohenden Unwettergefahr hatte sich das Staatsbad zu dem Umzug entschlossen. Doch am Freitagabend blieb es ruhig und das Gewitter aus.

veröffentlicht am 10.08.2015 um 15:02 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 21:41 Uhr

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Autor:

Hans-Ulrich Kilian
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Schon zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen haben Veranstaltungsleiterin Silke Schauer und ihr Mitarbeiter so eine Entscheidung getroffen. Am 25. Juli musste das Duo Marshall&Alexander umziehen – und das aus gutem Grund, wie mittlerweile klar ist, denn an diesem Samstag tobte die Unwetterfront „Zeljko“ über Deutschland. So gut wie alle Open-Air-Veranstaltungen im Land mussten damals abgesagt werden.

Doch wie laufen die Ereignisse im Vorfeld eines Open Airs ab? „Wir beobachten die Wetterlage einige Tage vorher, das war auch am vergangenen Wochenende so“, sagt Silke Schauer. „Vor dem Konzert von Marshall&Alexander war die Wetterlage eindeutig, diesmal nicht.“ Diesmal sei es völlig anders gewesen. Der Deutsche Wetterdienst in Hamburg habe lediglich ein Gewitterpotenzial vorausgesagt, weil eine heiße und eine kalte Front aufeinanderträfen. „Und das könnte auch Bad Pyrmont treffen“, habe es geheißen. „Das war noch der Stand einen Tag vorher. Eine exakte Auskunft hätten wir erst drei Stunden vor Konzertbeginn bekommen, und das wäre zu spät für eine Verlegung gewesen. Bei schlechtem Wetter hätten wir die Veranstaltung dann nur noch abbrechen können“, so die Veranstaltungsleiterin. Da das Staatsbad nur ein Konzertequipment habe, das entweder im Konzerthaus oder im Schlosshof aufgebaut wird,, sei ein Tag Vorbereitung notwendig. „Am vergangen Freitag haben wir darum um 9 Uhr entschieden, umzuziehen.“

Als Veranstalter habe das Staatsbad für das Publikum eine Fürsorgepflicht, und gerade bei Gewittern sei die Gefahr sehr groß. „Wenn ein Blitz in einen der großen Schirme einschlägt, würden wir fahrlässig Menschen gefährden.“ Abgesehen davon würden sich die Schirme bei starken Böen von selber schließen und bei Starkregen auch nicht den gesamten Niederschlag auffallen, denn sie seien nur für Landregen ausgelegt. Schauer erinnert sich daran, dass es schon Veranstaltungen im Schloss gegeben habe, die wegen des Wetters abgesagt werden mussten. „Einmal haben wir das Publikum in den Gängen der Schlossfestung untergebracht und anschließend das Geld zurückgezahlt“, erinnert sie sich an eine Varietéschau vor gut acht Jahren.

Schauer geht davon aus, dass sie immer öfter vor die Entscheidung, drinnen oder draußen zu spielen, gestellt wede, denn die Starkwetterereignisse nähmen zu. „So eine Entscheidung machen wir uns nie leicht, denn natürlich wissen, wir, dass eine Veranstaltung im Sommer im Schlosshof viel schöner ist. Aber unsere Fürsorgepflicht geht vor.“

Zumindest beim Konzert mit Julia Neigel und Max Mutzke am vergangenen Freitag hat der Umzug ins Konzerthaus der Stimmung am Ende keinen Abbruch getan.



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