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Mährische Philharmonie beschert Zuhörern erfreulichen Jahresbeginn im rappelvollen Konzerthaus

Wenn das Publikum pfeift und der Dirigent tanzt

Winfried Kühne

veröffentlicht am 03.01.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 02:41 Uhr

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Bad Pyrmont. In guter Tradition hat das Staatsbad Pyrmont das musikalische 2010 mit einem Neujahrskonzert eröffnet. Herrliches Winterwetter, ein Sektempfang und ein froh gestimmtes Publikum im voll besetzten Haus – erfreulicher kann ein Jahr nicht beginnen.

Auch die Mährische Philharmonie hatte den Weg durch den Schnee geschafft. Unter der Leitung von Hermann Breuer, der auch das Programm moderierte, präsentierte sie sich bestens disponiert.

Wer zu Beginn einen schwungvollen Aufreißer erwartet hatte, sah sich allerdings nicht bestätigt. Auf der Bühne startete man behutsam und vorsichtig, ganz im Sinne des heute sehr gern beschworenen Beschleunigungs-Programms, mit Wolfgang Amadeus Mozarts Ouvertüre zu „Così fan tutte“. So machen es eben nicht alle, denn so blieb Raum für eine Steigerung.

Jedenfalls kochten Stimmung und allerbeste Laune im zweiten Teil des Programms im Saal hoch. Denn auch in diesem Jahr hatten die Musiker einen bunten Reigen bekannter und beliebter Melodien mitgebracht: Aus dem „Sommernachtstraum“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy das gespensterhafte Scherzo und den triumphalen Hochzeitsmarsch, aus der „Nussknacker-Suite“ von Peter Tschaikowsky den Marsch, den Trepak und den Blumenwalzer mit seinem stimmungsvollem Harfensolo.

Im zweiten, der leichteren Muse gewidmeten Teil versetzten die Ouvertüre zur „Fledermaus“, das „Perpetuum mobile“, der Konzertwalzer „An der schönen blauen Donau“ – alle von Johann Strauß – und der Sportpalast- Walzer von Siegfried Translateur das Publikum in allerbeste Aufbruchstimmung.

Die Sopranistin Olga Polyakova war nicht nur stimmlich, sondern auch optisch eine Freude! Überzeugend schlüpfte sie in die Rollen der Bürgerlichen, jung, kokett und verführerisch: als Despina (Così fan tutte), als Musette (La Bohème), als Adele (Die Fledermaus), als Giuditta mit „Meine Lippen, die küssen so heiß“ und als Jeanne (Die Dubarry) „Ich schenk mein Herz“. Spielerisch und charmant gestaltete die Sängerin den Reifungsprozess von der fast schüchternen 15- jährigen Despina bis hin zur selbstbewussten, lebenserfahrenen Jeanne.

Und wenn das Publikum auch noch mitpfeifen (Sportpalast-Walzer) und -klatschen darf (Radetzky-Marsch) und die Musik sogar den Dirigenten zum Side-Step und leichten Abheben animiert, dann ist Neujahrskonzert!

Stimmstark und wandlungsfähig: die Sopranistin Olga Polyakova beim Neujahrkonzert des Staatsbades mit der Mährischen Philharmonie im Pyrmonter Konzerthaus. Foto: yt



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