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Gefäßtag in der Wandelhalle informiert über die Ursachen von Beinschmerzen

Wenn Ärzte zu Detektiven werden

Bad Pyrmont. „Die Suche nach der Ursache für Beinschmerzen ähnelt oft akribischer Detektivarbeit“, erklärt Dr. Ulrich Augenstein den rund 40 Zuhörern in der Pyrmonter Wandelhalle. Der Chefarzt der Gefäßchirurgie am Bathildiskrankenhaus zeigt anlässlich des Gefäßtages die Notwendigkeit auf, das zunächst recht unspezifische Symptom „Schmerzen in den Beinen“ von allen Seiten zu beleuchten. „Dazu kann es dann durchaus auch erforderlich sein, die Experten der anderen Abteilungen mit einzubeziehen“, erklärt der Mediziner. Als Beispiele nannte Augenstein die Radiologie, Neurologie oder die Orthopädie.

veröffentlicht am 13.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 00:41 Uhr

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Daher freue er sich besonders, dass in der Pyrmonter Klinik ein reger Austausch zwischen den einzelnen Abteilungen stattfinde und sich kein Arzt als Einzelkämpfer verstehe: „Deshalb kann ich mit Gewissheit sagen, dass ein Patient – egal durch welche Pforte er zu uns kommt – in die richtige Pipeline gelangt, um optimal behandelt werden zu können.“

Als Indiz dieses Disziplin übergreifenden Ansatzes darf auch gelten, dass der erste Vortrag des Gefäßtages 2014 vom Chefarzt der Medizinischen Klinik Dr. Walter Ormann (sihe auch unten stehenden Bericht) gehalten wurde. Eine halbe Stunde legte der Internist den Gästen nahe, ihre Risikofaktoren zu kontrollieren. Anhand eines grafischen Computerprogramms zeigte er dabei auf, dass das Senken von Cholesterinwerten oder der Abbau psychosozialen Stresses zwar in jedem Fall vorteilhaft, im Vergleich zum Rauchen aber fast zu vernachlässigen sei: „Ich höre immer wieder von Patienten das Versprechen, alles zu tun, wenn ich ihnen nur das Rauchen ließe. Aber sie muss ich enttäuschen, denn genau darin liegt eben das Hauptrisiko.“

Auch nach dem dritten Vortrag der Veranstaltung, den die Abteilung für Gefäßchirurgie in der Wandelhalle anbot, haben sich viele interessierte Gäste an einer lebhaften Diskussion beteiligt. Oberärztin Dr. Gabriele Fröhlich zeigte die Notwendigkeit von Stützstrümpfen auf, auch wenn man im Verhältnis zwischen Tragekomfort und medizinischer Effektivität Kompromisse eingehen müsse.

„Ich freue mich über den guten Besuch“, zeigte sich Augenstein zufrieden. „Schmerzen in den Beinen“, so lautete das Thema, das besonders viele Menschen interessiert habe. Die Gäste hatten auch Gelegenheit, sich die verschiedenen Untersuchungsgeräte anzuschauen, mit denen die Ärzte danach fahnden, ob das Blut ungebremst durch die Adern fließt oder ob es irgendwo Verengungen gibt oder ob Klappen richtig schließen. „Insgesamt war der Besuch für mich sehr informativ und wichtig, und ich werde gleich Montag zu meinem Hausarzt gehen, und um eine entsprechende Untersuchung bitten“, sagte eine Besucherin, die geschilderte Symptome bei sich beobachten konnte, ohne sich bislang etwas dabei gedacht zu haben. yt

Dr. Ulrich Augenstein (li.) erklärt, wie Dr. Peter Augsburg anlässlich des Gefäßtages mit dem Ultraschallgerät die Halsschlagader eines Patienten untersucht.yt



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