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Hat die Brückensperrung Folgen

Weniger Kunden durch Umleitung?

BAD PYRMONT. Seit dem 19. Februar ist die Heemsteder Brücke für Autos gesperrt, Umleitungen sind nicht nur in Bad Pyrmont selber ausgewiesen, sondern auch großräumig in der Region. Die Frage steht im Raum, ob das Besucher abhält, nach Bad Pyrmont zu fahren, beispielsweise, um hier einzukaufen.

veröffentlicht am 22.03.2018 um 13:34 Uhr
aktualisiert am 22.03.2018 um 20:00 Uhr

Verwirrend? Eigentlich geht es hier an der Bundesstraße 1 rechts nach Bad Pyrmont. Die Umleitung erfordert eine andere Richtung. Foto: ti

Autor:

Klaus Titze und Hans-Ulrich Kilian
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Marie-Luise Meier, Inhaberin der Boutique „di stefano“, ist der Auffassung, dass die Beschilderung an der Bundesstraße 1 bei Barntrup missverstanden werden kann. „Ich habe festgestellt, dass seit der Brückensperrung weniger Kunden kommen“, betont sie und bekräftigt, dass sie mit dieser Beobachtung nicht alleine sei.

„Wenn ich mit anderen Ladeninhaber oder auch mit Kunden darüber spreche, erhalte ich rundweg eine Bestätigung für meine Befürchtung, dass durch diese Hinweise Besucher von Bad Pyrmont ferngehalten werden“, sagte sie im Gespräch mit dieser Zeitung. Ihre Erklärung dafür: Die Beschilderung lassen den Eindruck zu, dass Bad Pyrmont durch die Brückensperrung nicht erreichbar oder dicht sei. „Die Autofahrer entschließen sich demnach, eine andere Stadt anzufahren“, lautet ihre Schlussfolgerung. „Mir ist das zum ersten Mal aufgegangen, als ich von Barntrup aus nach Bad Pyrmont fahren wollte und an der B1 die Empfehlung sah, wegen der Brückensperrung nach Bodenwerder zu fahren“, sagt sie und meint, dass eine ortsnahe Umleitungsbeschilderung wohl vollkommen ausgereicht hätte.

Ihre Bedenken hat sie auch der Stadtverwaltung geschildert und mit eigenen Fotos dokumentiert. „Wir sind über jeden Hinweis, der die Umleitung und die Verkehrsströme aufgrund der Sperrung der Heemsteder Brücke betrifft, dankbar, greifen diese auf und diskutieren sie in unserem Rathaus“, bestätigt Pressesprecher Wolfgang Siefert, dass die Geschäftsfrau sich gemeldet hat. Meldungen und Hinweise seien immer wieder von der Fachbereichsleiterin Sabine Jösten oft in den Vorstellungsgesprächen zur Sperrung und Umleitung erbeten worden „Wir wollen damit erreichen, dass diese unvermeidliche Baumaßnahme mit möglichst wenig Nebenwirkungen überstanden wird“, so Siefert. Die Bedenken von Marie-Luise Meier teile die Stadtverwaltung allerdings nicht, betont er. Man sei sich sicher, dass die Beschilderung verständlich und sinnvoll sei, zumal auf den Schildern nur eine Fahrtrichtung empfohlen werde und nicht Bodenwerder, Barntrup oder Holzminden als Ziele angegeben werden.

Das sieht auch der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Bad Pyrmont, Helmut Fahle, so. „Ob diese Form der Hinweise bislang überhaupt Auswirkungen auf das Besucherverhalten hatte, lässt sich aktuell schwer einschätzen, zumal andere Einflüsse, wie beispielsweise das extreme Winterwetter, sich sicherlich auch ausgewirkt haben dürften“, lautet seine Einschätzung unter Hinweis darauf, dass drei Umleitungstrecken von und nach Bad Pyrmont über Höhenlagen führen. Ein Gradmesser werde sicherlich der Frühlings- und Ostermarkt sein, ein gutes, frühlingshaftes Wetter vorausgesetzt. Zudem gehe er davon aus, dass sich Besucher, die sich Bad Pyrmont als Ziel vorgenommen hätten, nicht durch diese Beschilderung abhalten lassen, so Fahle, der sich grundsätzlich damit zufrieden zeigt, wie die Stadt und das Straßenbauamt die Umleitung organisiert habe. „Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass es im Wesentlichen reibungslos läuft und verhältnismäßig kurze Wartezeiten in Kauf genommen werden müssen.“

Auch Veranstaltungsleiter Rainer Timpe sieht auf seine alljährliche „Landpartie“ im Pyrmonter Kurpark Ende April, Anfang Mai keine Beeinträchtigung zukommen. „Wir haben zunehmend einen starken Besucherstrom, der die Parkplätze der Stadt schnell füllte und wir die letzten Räume zu nutzen versuchten. Das wird auch in diesem Jahr so sein“, zeigt er sich überzeugt. Zudem habe die Stadt nicht nur mit ihrer Blütenpracht im Frühjahr, sondern das ganze Jahr über jede Menge Attraktivität zu bieten, deren Reiz Besucher nach Bad Pyrmont locken würde, lobt Timpe überschwenglich.



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