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222 Schutzsuchende leben in Bad Pyrmont / Quote übererfüllt

Weniger Flüchtlinge, aber der Bedarf an Kleiderspenden bleibt

BAD PYRMONT. Die Zahl der in Bad Pyrmont lebenden Flüchtlinge, die in Deutschland Schutz suchen, hat weiter abgenommen. Zum 1. März waren es noch 222 Männer, Frauen und Kinder, 42 weniger als im Dezember vergangenen Jahres. Das hat Sabine Jösten von der Stadtverwaltung berichtet.

veröffentlicht am 16.03.2017 um 20:21 Uhr
aktualisiert am 29.05.2017 um 17:49 Uhr

Hans-Ulrich Kilian

Autor

Freier Mitarbeiter zur Autorenseite

„Der Rückgang begründet sich auf die Zunahme der bearbeiteten Asylverfahren sowie einige freiwillige Rückreisen in die Heimatländer, insbesondere in Richtung Balkan, Georgien oder Russische Föderation“, sagte Jösten vor dem Ausschuss für Finanzen, Wirtschaftsförderung und Soziales. Bis Endes dieses Jahres müsste Bad Pyrmont 63 weitere Flüchtlinge aufnehmen. Das basiert auf der vom Landkreis mitgeteiltem Verteilungsquote. Allerdings hat die Kurstadt schon jetzt 42 Schutzsuchende mehr untergebracht, als sie müsste. Dazu kommen noch vier Neugeborene, die ebenfalls auf die Quote angerechnet werden, sodass unter dem Strich noch 17 Zuweisungen übrig bleiben. „Es bleibt abzuwarten, wann und in welcher Größenordnung – (Einzelperson oder Familien – diese Zuweisungen im Jahresverlauf tatsächlich erfolgen“, so Jösten. Wohnraum stehe für die Aufnahme zur Verfügung.

Ende Januar hatten neun Personen einen Integrationskurs erfolgreich abgeschlossen, sechs Personen befanden sich in einer Maßnahme, bei weiteren fünf Personen wurde ein entsprechender Antrag für einen Kurs gestellt. Als schwierig stelle sich, so Jösten, die Situation der Analphabeten dar. „Die Integrationskurse richten sich grundsätzlich an Schutzsuchende aus den Herkunftsländern Iran, Irak, Syrien, Eritrea und Somalia.“

Auch wenn die Zuweisung für 2017 sehr niedrig ist, sehen die ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen der Kleiderkammer und die Stadt weiterhin Bedarf, die bereits in Pyrmont ansässigen Familien zu unterstützen. An den Spendenausgabeterminen, zu denen die Schutzsuchenden gezielt eingeladen werden, zeige sich Bedarf an gut erhaltener, gebrauchter Bekleidung beziehungsweise Textilien wie Handtücher, Bettwäsche, Herrenbekleidung in kleinen Größen bis maximal 52 beziehungsweise Hemden bis Größe 42, sportliche Herrenschuhe bis Größe 43, Spielsachen für Kinder, Schulmaterial (Blöcke, Hefte, Stifte) und Schul- Rucksäcke.

Ansprechpartnerin ist Sabine Jösten, Tel: 05281/949132.



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