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Ilya Rashkovskiy begeistert mit perfekter Virtuosität und Empfindsamkeit

Weltklasse-Niveau der Weltklassik

Bad Pyrmont. Ein besonderes Kompliment an den Pianisten ist es schon, wenn das Publikum ihn nach seinem Vortrag zu sogar zwei Zugaben überredet und ihn mit stehenden Ovationen belohnt. Allerdings war es der Auftritt von Ilya Rashkovskiy auch wert, denn der in Irkutsk geborene Dreißigjährige setzte die erfolgreiche Reihe „Weltklassik am Klavier“ mit Spitzenmusikern am Blüthner-Flügel im kleinen Saal des Konzerthauses nahtlos und höchst virtuos fort. Dabei kam ihm das recht populäre Programm in seiner Präsentation allerdings auch sehr entgegen, denn mit der in jüngerer Zeit in Pyrmont von verschiedenen Interpreten schon häufiger gehörten Sonate A-Dur KV 331 von Wolfgang Amadeus Mozart konnte er nicht daneben liegen. Diese 1783/84 in Wien geschriebene Klaviersonate wurde besonders durch ihren dritten Satz „Alla Turca - Allegretto“, den sogenannten Türkischen Marsch, bekannt, einem Allegretto in Rondoform. Mit seinem außerordentlich fein modulierten und den Klang des Blüthner-Flügels zum Äußersten treibenden Spiel faszinierte Rashkovskiy sein Publikum vollständig. Die folgende Sonate Nr. 10 G-Dur op. 14 Nr. 2 von Ludwig van Beethoven hielt das hohe Niveau perfekter Virtuosität, gepaart mit großer Empfindsamkeit.

veröffentlicht am 03.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 20:21 Uhr

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Autor:

Rudi Rudolph
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Zarteste Passagen wechselten mit intensiv wuchtigen, sodass es schien, als hätten die Finger ein vollkommenes Eigenleben entwickelt. Seit seinem neunten Lebensjahr ist Ilya Rashkovskiy dem Klavier verbunden und kam, nach Anfängen an der Novosibirsker Spezialmusikschule nach Hannover an die Hochschule für Musik, Theater und Medien. Zahlreiche russische Pianisten, auch der Weltklassik-Reihe, sind über Hannover vervollkommnet worden, viele, wie auch Ilya Rashkovskiy, wurden international Preisträger bei hochkarätigen Wettbewerben.

Bereits in der Pause diskutierten die Zuhörer über die große Brillanz des Interpreten und waren sich über die Qualität dieses Ausnahmekünstlers einig. Mit der Sonate G-Dur D 894 von Franz Schubert setzte Ilya Rashkovskiy dem Konzert einen glänzenden Schlusspunkt. Die beiden Zugaben, impulsiv und dramatisch Rachmaninov, präzise und eindringlich Bach, wurden als pianistische Perlen draufgesetzt.

Ilya Rashkovskiy ließ seine Hände über die Tasten fliegen.rr

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