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56 Quantenphysiker zu Gast in Pyrmont

„Weit genug weg von Hannover“

Bad Pyrmont (jl). Ließe sich die geballte Geisteskraft der Menschen in der Kurstadt messen, dann hätte der Zeiger neulich zwei Tage lang extrem ausgeschlagen. Denn Bad Pyrmont wurde von gleich 56 Quantenphysikern heimgesucht. „Wir sind im Hotel Steigenberger gut untergekommen und haben perfekte Tagungsräume gefunden“, sagte Dr. Stefan Pfalz von der an der Uni Hannover angesiedelten Exzellenz-Initiative „QUEST“ (Centre for Quantum Engineering and Space-Time Research). Unter deren Dach forschen seit zwei Jahren Experten aus mehreren Hochschulen und Disziplinen.

veröffentlicht am 08.05.2009 um 20:44 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 07:21 Uhr

Stefan Pfalz
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„Eine gewisse Abgeschlossenheit schafft eine gute Atmosphäre, um alle Ideen, die man hat, zu erörtern“, weiß Pfalz. Da sei Bad Pyrmont geradezu ideal: „Denn es ist weit genug weg von Hannover.“ Generell seien große Städte eher ungeeignet für derlei Tagungen, bei denen es darum gehe, Erkenntnisse auszutauschen. Das sieht auch Prof. Karsten Danzmann so: „Zum Diskutieren ist ein direktes Treffen besser als immer nur Videokonferenzen“, so der Gravitationsphysiker.

Und, wer weiß: Vielleicht kann Bad Pyrmont weiterhin als Tagungsort punkten. Denn, so Dr. Pfalz: „Wir richten auch große internationale Tagungen aus. Da muss man den Leuten auch etwa Hübsches zeigen.“

Erstaunlich für Laien: „30 Prozent des Bruttoinlandsprodukts werden auf der Basis von Erkenntnissen der Quantenphysik erwirtschaftet“, sagt Dr. Pfalz. Denn das Abstrakte münde in sehr konkrete Anwendungen wie etwa „noch genauere Uhren, Atomlaser oder bessere Satellitenna-vigationssysteme“.

K. Danzmann

Doch so bahnbrechend die Erkenntnisse der Experten sind – bisweilen scheitert selbst der klügste Kopf an simplen Dingen: Weil sein „Navi“ versagte, landete Dr. Pfalz mit seinem Auto auf dem Weg nach Bad Pyrmont erst einmal in Ottenstein. Sein Urteil: „Es war schön dort, aber ein bisschen neblig.“



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