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Der Pyrmonter Karl Selig ist Wünschelrutengänger und sieht die Welt mitunter mit anderen Augen

Wassersuche mit Schweißdraht

Bad Pyrmont. Dem ein oder anderen sind sie bereits persönlich begegnet oder er hat zumindest schon von ihnen gehört: Wünschelrutengänger. Und genau wie viele Dinge, die sich wissenschaftlich nicht ausreichend erklären lassen, sind uns deren Fähigkeiten zumeist suspekt. Wir ordnen sie ein in Aberglauben, Spinnerei oder gar in betrügerische Handlungen. Vieles, was wir als Spirituelles oder Metaphysisches bezeichnen, entzieht sich unserem rationellen Verstehen. Erst recht, wenn sich gewisse Abläufe nicht nachvollziehbar, begreifbar oder gar wissenschaftlich erklären lassen.

veröffentlicht am 10.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 06:41 Uhr

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Autor:

von Klaus Titze
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Beeinflussung über Gedanken, Bewegungssteuerung über Gehirnströme, Vorahnungen und Weissagungen – nicht selten haben uns Menschen mit verborgenen Tricks und Geschicklichkeit Dinge vorgeführt, die unglaublich erscheinen. Menschen verschwinden, Tiere werden zum Beispiel aus Hüten gezaubert, Löffel verbogen. Das ist Skepsis angebracht.

Dennoch gibt es über das Wissen hinaus durchaus etwas, was existent zu sein scheint, nur nicht von uns erklärt, verstanden oder begriffen werden kann. Da wird von energetischen Kraftfeldern ebenso gesprochen, von Erdstrahlen oder Wasseradern, die unser Leben und sogar unsere Gesundheit beeinflussen sollen, wie von sogenannten Strahlenflüchtern oder Strahlensuchern. Hunden wird beispielsweise zugeschrieben, dass sie solche Kraftfelder meiden, während Katzen offenbar bewusst solche Strahlenfelder suchen, sich dort hinlegen und wohlfühlen.

Nun – fest steht, dass es auch unterschiedliche Sensibilitäten gibt, wie eben auch unterschiedliche Begabungen den Menschen eigen sind. Der eine reagiert auf das Bohren an einem Zahn vor Schmerz panisch, während es anderen überhaupt nichts ausmacht, auch ohne Betäubung das Beschleifen seiner Zähne zu ertragen. Und wer kennt nicht das Märchen von der Prinzessin auf der Erbse? So ist es manchen erfahrbar, Energiefelder in Kirchen wahrzunehmen, während andere völlig unbeeindruckt hiervon quasi unwissend durch die Kathedralen schlendern. Bereits unsere Vorfahren wussten um diese kaum erklärbaren Phänomene und bauten die Kirchen zumeist an den Punkten, die auch zuvor heidnische Mittelpunkte darstellten. Auch wird davon berichtet, dass der Platz, an dem die Priester vor den Gläubigen beteten und predigten, der zentrale Energiepunkt in dem Gotteshaus ist. Doch solche Energiefelder können nicht nur Kraft vermitteln, sondern sich auch belastend auf den menschlichen Organismus auswirken. So werden beispielsweise Wasseradern Gereiztheit, Depressionen, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlaflosigkeit bis hin zu Erkrankungen bei den Menschen zugeschrieben.

Wasseradern werden wie Erdverwerfungen oder kosmische Strahlen als Energiefelder bewertet. Ihre Energien nutzten die Menschen bereits im Altertum zu religiösen Zwecken oder auch zum Überleben. Wasseradern zu finden und somit über Brunnen Trinkwasser zutage zu fördern, ist bis in die heutige Zeit wichtig, möglicherweise sogar in naher Zukunft überlebenswichtig, wenn Grundwasserverseuchungen über Nitrate, Gifte oder Gasförderverfahren zunehmen sollten. Einem solchen Phänomen ist Karl Selig aus Bad Pyrmont in jungen Jahren begegnet. Die Fähigkeiten eines alten Mannes hatten ihn schon damals fasziniert und so begann er, selbst Erfahrungen beim Erkennen von Wasseradern und anderen Energiefeldern zu sammeln. „Heute ist das schon fast eine Sucht und ich muss mich dazu zwingen, meine Umgebung nicht nur unter dem Gesichtspunkt wahrzunehmen und zu analysieren, wo und in welche Richtung sich Wasseradern befinden,“ erklärt Selig. Und sogleich weist er wie zum Beweis auf eine angebliche Wasseraderlinie, die quer über das Grundstück von einem Baum zu einem Strauch verläuft. Sodann holt er zwei gebogene Metalldrähte, die in seinen Händen exakt an dieser Linie ausschwenken und den Verlauf der imaginären Wasserader anzeigt.

Energiefelder am Arbeitsplatz

Sicherlich gehöre eine ganze Menge Erfahrung dazu, doch ohne angeborene Sensibilität würde er bestimmt kreuz und quer über das Grundstück laufen, ohne irgendwelche Reaktionen der Rute zu erhalten. Und dann sprudeln seine Geschichten und Erlebnisse nur so aus ihm heraus, berichten von Brunnen, von erlebten Energiefeldern in Klöstern, von Einflüssen auf die Pflanzen- und Tierwelt bis hin zu Krankheiten und Verhaltensweisen von Menschen – und dass sich vielfach Betroffene ihr Wohnumfeld von Rutengehern untersuchen lassen. Was Selig eher beschäftigt ist seine Beobachtung, dass eine derartige Analyse in Arbeitsumfeldern kaum in den Fokus geraten ist. Dabei hielten sich viele über Stunden an einem bestimmten Arbeitsplatz auf und wären somit, sofern dieser durch ein Strahlenfeld belastet sei, diesem auch über einen längeren Tageszeitraum ausgesetzt. „Je nach Sensibilität des Beschäftigten könne es dazu führen, dass er häufig seinen Platz verlässt, um zum Beispiel Kaffee zu kochen, Kopien zu fertigen oder mit Kollegen Gespräche zu führen. Dann würde ich ihn als Strahlenflüchter bezeichnen,“ schildert er seine Überlegungen. Oder aber er sei an den Arbeitsplatz gebunden und würde erkennbar an Arbeitsleistung verlieren, eher ermüden oder auch häufiger krankheitsbedingt ausfallen. In jedem Fall wäre eine derartige Entwicklung betriebswirtschaftlich von Nachteil und müsse daher, seiner Einschätzung nach, Anlass für die Betriebsleitung sein, das betriebliche Arbeitsumfeld aus dem Blickwinkel einer Kraftlinienbelastung untersuchen zu lassen. Entdeckte Kraftlinienfelder ließen sich möglicherweise durch betriebliche Umgestaltungen so nutzen, dass sie den Mitarbeitern sogar zum Auftanken verloren gegangener Energie effektiv zur Verfügung gestellt werden könnten. „Aber das setzt voraus, dass sich Menschen unvoreingenommen mit den Auswirkungen von derartigen Kraftfeldern auseinandersetzen und sie nicht leichtfertig als Humbug und Spinnerei abtun,“ so Selig,

Dann wird es spannend: Es keimt im Kopf der Gedanke, ob ich eigentlich auch mit der Wünschelrute gehen und Wasseradern aufspüren kann? Es geht zum Selbstversuch! Die abgewinkelten Schweißdrähte liegen locker in den Händen, die langen Enden zeigen parallel vom Körper weg. Langsam bewege ich mich über den Weg vor dem Haus – nichts. Doch dann plötzlich drehen sich die Drähte auswärts und bilden nahezu eine verlängerte Linie. Ungläubig wiederhole ich den Weg. Zunächst nichts und dann an derselben Stelle wieder das Auseinanderdriften der Drähte, die den Verlauf einer unterirdischen Wasserader anzeigen könnten.

Zur Bestätigung nähere ich mich zehn Meter entfernt dem vermuteten Wasserverlauf. Obwohl zuvor beide Drähte in meinen Händen parallelen Abstand hielten, drehen sie sich in Höhe des vermuteten Aderverlaufes in den Händen. Das hatte ich nicht erwartet und bin nun selbst um eine überzeugende Erfahrung reicher. Ein Beweis für Wasser ist das noch nicht, aber ein Indiz und für mich eine überzeugende Erfahrung.



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