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Musikbadstiftung will 2020 ein Festival veranstalten

Wasser und Musik im Jubiläumsjahr

BAD PYRMONT. Der Vorstand der Musikbad Pyrmont Stiftung ist fest entschlossen, im Jahr 2020 um den Weltwassertag herum – der fällt auf den 22. März – ein etwa zehntägiges Wasser-Musik-Festival aus der Taufe zu heben und damit Bad Pyrmonts Anspruch als Musikbad zu unterstreichen.

veröffentlicht am 10.12.2017 um 18:49 Uhr

Das Quellen-Singspiel Undina der Musikschule Bad Pyrmont feiert im vergangenen Jahr Premiere. Der Name der Pyrmonter Wasserfrau steht für den Arbeitstitel des Wasser-Musik-Festivals. Foto: Archiv/yt
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Potenziellen Gästen soll damit ein zusätzlicher Anreiz geboten werden, die Kurstadt zu besuchen. „Diesen Beschluss haben wir jetzt einstimmig gefasst“, sagt der Stiftungsvorsitzende Arndt Jubal Mehring.

Im Februar dieses Jahres hatte Mehring, Direktor der Pyrmonter Musikschule, seine Pläne für ein Festival unter dem Arbeitstitel „Undina“ vorgestellt. Undina ist die Pyrmonter Wasserfrau, der die Musikschule bereits ein Musical gewidmet hat. Seitdem war Mehring nicht untätig. Im August war er gemeinsam mit Silke Schauer, Veranstaltungs- und Marketingleiterin des Staatsbades und Bürgermeister Klaus Blome im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur in Hannover, um mit dem für Musik und Theater zuständigen Referatsleiter Detlef Lehmbruck und Musikreferentin Nikola Pfaff über diese Idee zu sprechen.

„Wir haben wertvolle Tipps bekommen aber auch erfahren, dass es sehr viele Festivals in Niedersachsen gibt, die wir alle nicht kannten“, so Mehring. „Aber die meisten finden im Sommer oder Herbst und nicht im März statt“, ergänzte Silke Schauer. Aber klar sei, dass das Festival in Verbindung mit Wasser und Musik ein Alleinstellungsmerkmal habe. Dabei geht es nicht zuletzt um die Frage der finanziellen Förderung. Die Stadt Bad Pyrmont fällt in dieser Hinsicht aus bekannten Gründen aus. Zunächst in Betracht kommen der Norddeutsche Rundfunk und die Stiftung Niedersachsen, die seit 30 Jahren „die gesamte Vielfalt und Bandbreite des kulturellen Schaffens in allen Teilen Niedersachsens“ fördert und laut Mehring ganz besonders an Uraufführungen interessiert ist. Das ist der Musikschuldirektor auch. Die Frage ist nur, ob ein Komponist für einen Auftrag gefunden werden kann, pünktlich bis zum Veranstaltungsjahr ein Musikwerk zu schreiben. „So etwas kann Jahre dauern“, weiß der ausgebildete Musiker.

Als Veranstalter könnte die Stiftung auftreten, das gibt ihre Satzung her, wie mittlerweile geklärt werden konnte. Im Bund mit Staatsbad und Stadt ist sie die einzige Institution, die dafür infrage kommt, nicht zuletzt, um Fördermittel zu beantragen. Das landeseigene Staatsbad bekommt vom Land Niedersachsen keine Fördermittel, weil es sich damit quasi selber förder würde. Die Stadt fällt ebenfalls aus, da sie große finanzielle Probleme hat. „Wir werden das Festival aber nach unseren Möglichkeiten mit Personal unterstützen“, versicherte Bürgermeister Klaus Blome, der die Chance sieht, aus dem Festival einen touristischen Leuchtturm zu machen. „Das ist definitiv etwas Neues und eine Herausforderung.“ Die würde er im Übrigen nicht annehmen, wenn mit Mehring und Schauer nicht zwei Profis im Veranstaltungsgeschäft sich dafür engagieren würden.

Inhaltlich sollen die unterschiedlichsten Musikrichtungen zum Thema Wasser präsentiert werden, und zwar nicht nur die bekannten Klassiker wie Händels Wassermusik oder Smetanas Moldau oder Debussys La Mer. „Dazu gehören das sinfonische, das kammermusikalische und das dramatische Element genauso wie die Bereiche aus den Sparten Jazz und Poprock“,sagt Mehring.

Und noch etwas sei wichtig: Musiker und Orchester von Rang, möglichst international bekannt, denn bekannte Namen ziehen das Publikum besonders an. „Und on top möchten wir regionale Künstler einladen“, ergänzt Schauer. Darum kümmern soll sich ein Festivalbüro.

Im Jahr 1720 erhob Fürst Anton Ulrich von Waldeck-Pyrmont die Verbindung zwischen Oesdorf und dem Brunnenplatz zur „Neustadt Pyrmont“. Diese Verleihung der Stadtrechte jährt sich 2020 zum 300. Mal, das Wasser-Musik-Festival wäre also schon einmal ein Höhepunkt für das Jubiläumsjahr Bad Pyrmonts. Aber dabei soll es nicht bleiben. Erklärter Wille ist ein alljährlich sich wiederholendes Festival zum Weltwassertag im März.



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