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Heute: Löwensen, Hagen und Thal

Was sich Ortsbürgermeister und Ortsvorsteher für 2019 wünschen

BAD PYRMONT. Zumindest lässt sich eines deutlich feststellen: Die Wünsche der Ortsrepräsentanten setzen sich deutlich von den eher individuellen Wünschen ihrer Bevölkerung ab, denn vorrangig zielen ihre Gedanken auf Veränderungen des Gemeinwesens, also auf Vorhaben, von denen die Dorfgemeinschaft insgesamt profitieren soll.

veröffentlicht am 09.01.2019 um 17:50 Uhr

Löwensens Ortsbürgermeisterin Sieglinde Patzig-Bunzel liegt die Sicherung der alten Emmerbrücke am Herzen. Foto: ti
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Klaus Titze Reporter
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So stellt Ortsbürgermeisterin Sieglinde Patzig-Bunzel ihren Wunsch voran, die Heemsteder Brücke möge baldmöglichst wieder befahrbar werden. „Damit würde sich der Durchgangsverkehr deutlich verringern und wir könnten an die Sanierung der verkehrsberuhigten Straße Am Hessebusch denken, die doch durch den erheblichen Durchgangsverkehr als Ursache beider Brückenbaumaßnahmen erkennbar in Mitleidenschaft gezogen worden ist.“

Doch auch die Sicherung der unter Denkmalschutz stehenden alten Brücke über die Emmer, die sich im Wappen des Ortes wiederfindet, liege ihr sehr am Herzen. „Eine finanziell machbare Lösung für das im diesem Jahr stattfindende 1050-jährige Ortsjubiläum wäre eine wundervolle Sache“, so die Ortsbürgermeisterin. Und dann hat sie auf den Ortsrat bezogen noch einen ganz persönlichen Wunsch. Sie würde sich sehr über eine größere Teilnahme an den Ortsratssitzungen und ein stärkeres Engagement gerade der jüngere Löwensener freuen, denn immerhin gehe es doch gerade um eine gut funktionierende Dorfgemeinschaft.

Dies hat auch der Ortsvorsteher von Thal, Werner Ritterbusch, im Blick, wenn er als wichtigstes Projekt den Umbau der Schule zu einem Dorfgemeinschaftshaus als Anlaufpunkt für die Thaler anspricht. „Ich hoffe, dass durch eine dauerhafte Nutzung eine Zusammengehörigkeit als Gemeinschaft zum Dorf wieder hergestellt werden kann“, sagt er und hofft auch dabei, dass der allgemeine gesellschaftliche Trend des Verabschiedens aus der Gemeinschaft gestoppt werden kann. Die nächsten Treffen dort würden es zeigen.

Im vergangenen Jahr hat sich Werner Ritterbusch über die Mitfahrbank gefreut. In diesem Jahr hat er Größeres vor. Foto: ti
  • Im vergangenen Jahr hat sich Werner Ritterbusch über die Mitfahrbank gefreut. In diesem Jahr hat er Größeres vor. Foto: ti
Hagens Ortsbürgermeister Andreas Müller wünscht sich Fortschritt am Dorfgemeinschaftshaus durch den Einbau einer Lüftungsanlage. Foto: ti
  • Hagens Ortsbürgermeister Andreas Müller wünscht sich Fortschritt am Dorfgemeinschaftshaus durch den Einbau einer Lüftungsanlage. Foto: ti

Der Radweg ist ein zwiespältiges Thema. Aufgrund der Verkehrsbelastung auf der Landesstraße sehe ich eine Verbesserung der Verkehrssicherheit für Radfahrer als erforderlich an.

Werner Ritterbusch, Ortsvorsteher von Thal

Nach Gesprächen mit dem Sportverein sei es zudem unabdingbar, das Gebäude am Sportplatz zu erhalten. Hierfür gibt es viele Gründe, beispielsweise das Ab- oder Unterstellen von Gerätschaft und Trainingsmitteln. Auch müsse man es als Unterstellmöglichkeit bei Regengüssen nutzen. Die Schule ist dafür zu weit weg.

„Der Radweg ist ein zwiespältiges Thema. Aufgrund der Verkehrsbelastung auf der Landesstraße sehe ich eine Verbesserung der Verkehrssicherheit für Radfahrer als erforderlich an“, zeigt Ritterbusch Verständnis. Doch leider seien die gegebenen Platzverhältnisse eher ungünstig. Der schon einmal geplante Weg an der Bahn entlang mit Brücke über die Emmer sei nach seinen Informationen aufgrund des Naturschutzes leider verwehrt. Im Dorf werde jedoch immer noch diese Strecke favorisiert. Die nun Im Gespräch befindliche Alternative um das Dorf herum sei dagegen nicht die erste Wahl und berge die Befürchtung, dass diese kostenintensive Strecke kaum angenommen werde.

Derartige Probleme hat Ortsbürgermeister Andreas Müller für den Hagen nicht. Ihm liegt eher die Lüftungsanlage für das Dorfgemeinschaftshaus auf der Seele. „Ich kann die umliegenden Nachbarn verstehen, dass sie der Lärm bei offenen Fenstern und Türen ärgert. Deshalb freuen wir uns auch, dass in diesem Haushalt der Stadt 40 000 Euro für den Einbau eingeplant worden sind“, erläutert Müller. Mit etwas Eigenleistung aus der Dorfgemeinschaft müsste es dann wohl in diesem Jahr umgesetzt werden können, ist er recht hoffnungsvoll.

Was ihn zudem betrübt, ist die Tatsache, dass auf dem Hagen keine Bauplätze mehr zur Verfügung stehen. „Es gibt zwar ausreichend Grünflächen, doch die Eigentümer zieren sich, diese als Bauland zur Verfügung zu stellen. Dabei gibt es reichlich Interesse“, so der Dorfvorsitzende. Es gäbe viele junge Hagener, die an ihren früheren Wohnort zurück kehren wollen, da sie hier vertraute, aber auch günstige und vorteilhafte Lebensverhältnisse antreffen. „Der Ort ist attraktiv“, so Müller.


Nächste Folge: die Pyrmonter Bergdörfer.



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