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Europa Union holt Meinungen zum Thema Brexit ein / Ausscheiden der Briten wirft viele Fragen auf

„Was kommt denn da auf uns zu?“

BAD PYRMONT. Der ungeordnete Brexit rückt näher. Die Vorstellung, dass die im nächsten Jahr vorgesehene Europawahl dann ohne die Briten ablaufen wird, scheint indes in der allgemeinen Wahrnehmung noch kaum vorhanden zu sein. Doch genau diesen Punkt wollte der Kreisverband der Europa-Union Bad Pyrmont in den Blick nehmen und hatte dazu zu einem Europa-Forum ins Rathaus eingeladen.

veröffentlicht am 11.10.2018 um 18:30 Uhr
aktualisiert am 11.10.2018 um 21:00 Uhr

Antoine Brossier vom Kreisverband der Europa-Union fungierte als Moderator auf der Veranstaltung zum Thema Brexit im Rahmen des Europa Forums. Foto: ti
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Autor

Klaus Titze Reporter
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„Europa nach dem Brexit – Schlecht? Besser? Egal?“ Mit dieser Fragestellung eröffnete Antoine Brossier vom Vorstand des Kreisverbandes der Europa-Union Bad Pyrmont die Diskussionsveranstaltung, zu der im Rahmen des Europa-Forums in das Rathaus eingeladen wurde. Gleich zu Beginn gab der Moderator den mehr als 30 Anwesenden einige Regeln bekannt, um eine faire und sachbezogene Diskussion erleben zu können. Das war durchaus angebracht, denn aufgrund der etwas ungünstigen Akustik im höher gelegenen Foyer des Rathauses war der Hinweis auf eine disziplinierte Beteiligung ratsam. In der Diskussion zeigte sich, dass die Teilnehmer, auch wenn sich nicht alle an der Diskussion beteiligten, dafür häufig zustimmend nickten, sich sehr wohl mit dem Ausscheiden der Briten aus dem europäischen Verbund und dessen Folgen beschäftigt haben. So kam auch Verständnis für die auf ein Referendum fußende Entscheidung zum Ausdruck, beispielsweise anhand der langen und stolzen Geschichte des Commonwealth, sich als eigenständige Nation nicht alles vom Kontinent vorschreiben zu lassen. Allerdings sei angemerkt, dass eine solch weitreichende Entscheidung nicht in Form eines Referendums mit absoluter Konsequenz hätte umgesetzt werden dürfen. Dies müsse in einer parlamentarischen Demokratie von Volksvertretern entwickelt werden. Zumal die bisherigen Berichte den Eindruck vermittelten, man habe zu wenig oder sogar mit total falschen Argumenten informiert und dabei vor allem emotional argumentiert. Hier habe der Bauch und nicht der Verstand entschieden.

Zudem habe die Jugend bei diesem Referendum geschlafen, indem sie sich erst danach aufraffte, sich zu Europa zu äußern. Auch in dieser Diskussionsrunde sah der Betrachter bis auf zwei jüngere eher ältere Teilnehmer. Dies wurde auch in der Runde thematisiert und führte zu der Fragestellung, wie gerade junge Menschen insbesondere im Hinblick auf die anstehende Europawahl im kommenden Jahr interessiert und motiviert werden können. Und sich für eben diese Staatengemeinschaft aussprechen.

Insgesamt stellt das von der Europa-Union gewählte Format eines regelmäßigen Forums zu einem Europa betreffenden Thema eine interessante und gut angenommene Variante dar. Das nächste Forum ist auf den 16. Januar 2019 terminiert, wobei das dann zur Diskussion gestellte Thema noch anhand der an diesem Abend von den Besuchern abgegebenen Abfragekarten bestimmt wird.



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