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Nicht nur Kinder nutzen Weltspartag

Warum Rücklagen wichtig sind

Bad Pyrmont. Der Weltspartag findet in Deutschland alljährlich am 30. Oktober statt. Dieser Tag wurde im Oktober 1924 beim 1. Internationalen Sparkassenkongress in Mailand von Vertretern aus 29 Ländern beschlossen, um den Gedanken des Sparens weltweit im Bewusstsein zu halten und auf die Bedeutung für die Volkswirtschaft und den Einzelnen hinzuweisen. Der italienische Professor Filippo Ravizza erklärte damals den Schlusstag des Kongresses zum „International Saving Day“. Der erste Weltspartag wurde dann von den europäischen Sparkassen am 31. Oktober 1925 begangen. Inzwischen haben jedoch auch andere Banken und Kreditinstitute weltweit diese Veranstaltung in ihren Terminkalender aufgenommen. In Deutschland allerdings wird der Weltspartag am letzten Arbeitstag vor dem 31. Oktober begangen, weil in einigen Bundesländern der Reformationstag am 31. Oktober ein gesetzlicher Feiertag ist, am Weltspartag aber die Banken und Sparkassen geöffnet sein sollen.

veröffentlicht am 31.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 21:41 Uhr

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Auch in Bad Pyrmont hatten sich die Kreditinstitute auf diesen Tag besonders vorbereitet und sich insbesondere für Kinder mit kleinen Überraschungen eingedeckt, um sie zu entlohnen, wenn sie die Inhalte ihrer Spardosen der Bank anvertrauen.

Aber macht Sparen heute angesichts kaum nennenswerter Zinsen überhaupt noch Sinn? „Ja“, sagt Reinhold Reker. „Weil es die einzige Möglichkeit ist, etwas für die Zukunft auf die Seite zu legen“, begründet der Leiter der Pyrmonter Filiale der Volksbank Hameln-Stadthagen. Allerdings habe das Sparbuch als Anlageform ausgedient; stattdessen seien zumindest bei Erwachsenen Papiere gefragt, „die mit ihrer Verzinsung zumindest versuchen, die Inflation aufzufangen“, begründet der Banker.

Das wird auch bei der Stadtsparkasse Bad Pyrmont so gesehen, wo der Weltspartag gestern Morgen wie auch bei der Volksbank zunächst eher schleppend begann. Doch dann wurde es voll, besonders die Nachwuchssparer warteten voller Ungeduld auf das Rattern ihres Geldes in den Zählmaschinen oder auf den Zählbrettern, um als Belohnung für ein gefülltes Sparschwein Kuschelaffen, 3-D-Bilderbücher, Rainbow-Looms, Handy-Zubehör, Notiz- oder Bastelbücher und viele mehr entgegennehmen zu können.

Mit Spiel-, Spaß- und Gewinn-Aktionen sowie einem Unterhaltungsprogramm mit Clownerie, Zauberkunst oder Ballon-Modellieren, bot die Sparkasse anlässlich ihres 165-jährigen Bestehens jungen und älteren Kunden gleichermaßen zum Weltspartag zusätzlich Spaß und Unterhaltung. Bis 13 Uhr waren in den Geschäftsstellen bereits über 700 Spardosen geöffnet und deren Inhalt – rund 62 000 Euro – auf die einzelnen Sparkonten eingezahlt. „Seit Jahren liegt übrigens der durchschnittliche Inhalt einer geleerten Spardose zwischen 50 und 100 Euro“, weiß Hans-Werner Totz zu berichten. Der Werbeleiter der Pyrmonter Stadtsparkasse betont, dass der Weltspartag nicht nur ein Tag für Kinder sei. „Er ist gleichwohl ein Signal an alle Bürgerinnen und Bürger, den eigenen Umgang mit dem Geld und der privaten Zukunftsvorsorge zu hinterfragen und Beratungsangebote zu nutzen.“ Ohne neue Anlagestrategien ginge der Traum vom sorgenfreien Ruhestand nicht mehr auf. Musterrechnungen im Rahmen verschiedenster Lebenskonstellationen zeigten, dass Vermögensaufbau in der heutigen Zeit nur gelingen könne, wenn frühzeitig mit dem Sparen beziehungsweise Investieren unter Einbeziehung auch sachwertorientierter Anlageformen begonnen werde. „Anleger müssen sich umstellen, um unter den aktuellen Bedingungen an den Finanzmärkten auch ’ohne Zinsen‘ klar zu kommen“, sagt Totz. Die Grundidee des Weltspartages und des Sparens sei jedoch nach wie vor richtig und wichtig. Allerdings müssten sich die Menschen noch viel umfassender über die verschiedenen Formen der Geldanlage informieren und auch das Investieren lernen.HW



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